{"id":11421,"date":"2017-11-20T14:00:40","date_gmt":"2017-11-20T13:00:40","guid":{"rendered":"http:\/\/examensrelevant.de\/?p=11421"},"modified":"2018-12-14T02:24:23","modified_gmt":"2018-12-14T01:24:23","slug":"protokoll-der-muendlichen-pruefung-zum-1-staatsexamen-saarland-vom-september-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/protokoll-der-muendlichen-pruefung-zum-1-staatsexamen-saarland-vom-september-2017\/","title":{"rendered":"Protokoll der m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung zum 1. Staatsexamen &#8211; Saarland vom September 2017"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei dem nachfolgenden anonymisierten Protokollen handelt es sich um eine Original-Mitschrift aus dem Ersten Staatsexamen der\u00a0<strong>M\u00fcndlichen Pr\u00fcfung im Saarland vom September 2017<\/strong>. Das Protokoll stammt auf dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weggelassen wurden die Angaben zum Pr\u00fcferverhalten. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<a href=\"http:\/\/juridicus.de\" target=\"_blank\" class=\"\"><img decoding=\"async\" class=\"img-with-animation \" data-delay=\"0\" height=\"100%\" width=\"100%\" data-animation=\"fade-in\" src=\"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/juridicus-examensrelevant.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>[vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsthemen: \u00a0Zivilrecht<\/h2>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2>Vorpunkte der Kandidaten<\/h2>\n[\/vc_column_text][vc_column_text]\n<table width=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"189\">Kandidat<\/td>\n<td width=\"76\">1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Vorpunkte<\/td>\n<td width=\"76\">6,02<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Zivilrecht<\/td>\n<td width=\"76\">8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Strafrecht<\/td>\n<td width=\"76\">9<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">\u00d6ffentliches Recht<\/td>\n<td width=\"76\">8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Endpunkte<\/td>\n<td width=\"76\">6,81<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Endnote<\/td>\n<td width=\"76\">6,81<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Zur Sache:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pr\u00fcfungsstoff:\u00a0<\/strong>protokollfest<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pr\u00fcfungsthemen:\u00a0<\/strong>Abgrenzung M\u00e4ngelgew\u00e4hrleistungrechte und allgemeines Schuldrecht, Mangel, wenig ZPO<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Paragraphen: \u00a0<\/strong><a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/437.html\">\u00a7437 BGB<\/a><a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/929.html\">, <\/a><a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/280.html\">\u00a7280 BGB<\/a><a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/929.html\">, <\/a><a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/434.html\">\u00a7434 BGB<\/a><a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/929.html\">, <\/a><a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/446.html\">\u00a7446 BGB<\/a><\/p>\n<p><strong>Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch:\u00a0<\/strong>Frage-Antwort, h\u00e4lt Reihenfolge ein[\/vc_column_text][vc_column_text]\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Pr\u00fcfer teilte zu Beginn der Pr\u00fcfung einen Fall aus:<br \/>\nDer Kl\u00e4ger fordert vom Beklagten Schadensersatz aus einem \u00fcber Ebay abgeschlossenen\u00a0Kaufvertrag \u00fcber ein besonders wertvolles Smartphone. Der Wert des Smartphones lag bei 24.000 \u20ac, der Startpreis war 1 \u20ac und der Kl\u00e4ger hatte mit einem Gebot von etwa 800 \u20ac den Zuschlag erhalten. Der Kl\u00e4ger hatte die Annahme des ersteigerten Smartphones abgelehnt, mit der Begr\u00fcndung, dass es sich um ein Plagiat handele.<br \/>\nBei diesem Fall handelte es sich um den Fall der eBay-Ersteigerung eines Vertu-Handy \u00fcber den der\u00a0BGH entschieden hat. Problematisch war dabei die Frage, ob \u00fcberhaupt ein wirksamer\u00a0Vertragsschluss vorliegt. Der Vertrag k\u00f6nnte wegen des Vorliegens eines wucher\u00e4hnlichen Gesch\u00e4fts wegen Sittenwidrigkeit\u00a0 unwirksam sein.<br \/>\nZun\u00e4chst hatte der Pr\u00fcfer nach Anspruchsgrundlagen f\u00fcr den Schadensersatzanspruch des K\u00e4ufers gefragt. Dabei wurden <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/437.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 437 BGB: Rechte des K&auml;ufers bei M&auml;ngeln\">\u00a7\u00a7 437 Nr. 3<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/280.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 280 BGB: Schadensersatz wegen Pflichtverletzung\">280 BGB<\/a> und <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/280.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 280 BGB: Schadensersatz wegen Pflichtverletzung\">\u00a7 280 BGB<\/a> genannt. Hier wurde die Anwendbarkeit anhand des Gefahr\u00fcbergangs abgegrenzt. Es wurde \u00a7 446 genannt und gepr\u00fcft ob im vorliegenden Fall ein Gefahr\u00fcber-gang stattgefunden hat. Da der K\u00e4ufer hier die Abnahme verweigert hatte, war ein Gefahr\u00fcbergang zun\u00e4chst zu verneinen. Es wurde dann weiter gepr\u00fcft, dass ein Gefahr\u00fcbergang zu bejahen sei, wenn der K\u00e4ufer die Abnahme zu Unrecht verweigert h\u00e4tte und sich damit in Annahmeverzug befunden h\u00e4tte. Im Rahmen dessen wurde dann das Vorliegen eines Mangels gepr\u00fcft. Zun\u00e4chst sollte der Mangelbegriff und <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/434.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 434 BGB: Sachmangel\">\u00a7 434 BGB<\/a> er\u00f6rtert werden.<br \/>\nWeiter wurde dann gepr\u00fcft, ob hier eine Beschaffenheitsvereinbarung im Hinblick auf die Echtheit des Smartphones vorgelegen hat oder der geringe Startpreis gegen eine solche\u00a0Beschaffenheitsvereinbarung spricht. Hier wurde vom Pr\u00fcfer mitgeteilt, dass der BGH entschieden hatte, dass der niedrige Startpreis nicht gegen eine Beschaffenheitsvereinbarung spricht.<br \/>\nAnschlie\u00dfend ging es um die Frage, ob das OLG Saarbr\u00fccken an die Feststellungen des BGH gebunden ist oder auch davon abweichen kann. Hier wurde <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/ZPO\/563.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 563 ZPO: Zur&uuml;ckverweisung; eigene Sachentscheidung\">\u00a7 563 Abs. 2 ZPO<\/a> genannt.<br \/>\nWie bereits aus den alten Protokollen bekannt fragte der Pr\u00fcfer auch nach\u00a0Sicherungsm\u00f6glichkeiten, dabei wurde insbesondere die Sicherungs\u00fcbereignung n\u00e4her erl\u00e4utert. Weiter fragte der Pr\u00fcfer nach Pfandrechten und ging \u00fcber in das Zwangsvollstreckungsrecht.<br \/>\nDer Pr\u00fcfer stellte den aus den alten Protokollen bekannten Fall, dass der Schuldner zwei Autos besitzt wovon er eines selbst nutzt um zur Arbeit zu kommen und das andere von seiner Frau\u00a0genutzt wird um auf die Arbeit zu kommen. In diesem Zusammenhang wurden die Pf\u00e4ndungsschutzvorschrift des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/ZPO\/811.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 811 ZPO: Unpf&auml;ndbare Sachen und Tiere\">\u00a7 811 ZPO<\/a> gepr\u00fcft.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;full_width_background&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider\"><\/div>[\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Bei dem nachfolgenden anonymisierten Protokollen handelt es sich um eine Original-Mitschrift aus dem Ersten Staatsexamen der\u00a0M\u00fcndlichen Pr\u00fcfung im Saarland vom September 2017. Das Protokoll stammt auf dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0Juridicus.de. Weggelassen wurden die Angaben zum Pr\u00fcferverhalten. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings. 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