{"id":12037,"date":"2018-01-31T15:00:23","date_gmt":"2018-01-31T14:00:23","guid":{"rendered":"http:\/\/examensrelevant.de\/?p=12037"},"modified":"2019-07-02T12:01:12","modified_gmt":"2019-07-02T10:01:12","slug":"protokoll-der-muendlichen-pruefung-zum-2-staatsexamen-hessen-im-november-2017-2-2-2-2-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/protokoll-der-muendlichen-pruefung-zum-2-staatsexamen-hessen-im-november-2017-2-2-2-2-2\/","title":{"rendered":"Protokoll der m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung zum 2. Staatsexamen &#8211; NRW im Dezember 2017"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei dem nachfolgenden anonymisierten Protokollen handelt es sich um eine Original-Mitschrift aus dem zweiten\u00a0Staatsexamen der\u00a0<strong>M\u00fcndlichen Pr\u00fcfung in NRW im Dezember 2017<\/strong>. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weggelassen wurden die Angaben zum Pr\u00fcferverhalten. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<a href=\"http:\/\/juridicus.de\" target=\"_blank\" class=\"\"><img decoding=\"async\" class=\"img-with-animation \" data-delay=\"0\" height=\"100%\" width=\"100%\" data-animation=\"fade-in\" src=\"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/juridicus-examensrelevant.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>[vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsthemen: Verwaltungsrecht<\/h2>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2>Vorpunkte der Kandidaten<\/h2>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<table width=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"189\">Kandidat<\/td>\n<td width=\"76\">1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Vorpunkte<\/td>\n<td width=\"76\">48<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Aktenvortrag<\/td>\n<td width=\"76\">5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch<\/td>\n<td width=\"76\">9<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Endnote<\/td>\n<td width=\"76\">6,8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Endnote (1. Examen)<\/td>\n<td width=\"76\">8,68<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Zur Sache:<\/h2>\n<p><strong>Pr\u00fcfungsstoff:\u00a0<\/strong>aktuelle F\u00e4lle<\/p>\n<p><strong>Pr\u00fcfungsthemen:<\/strong>\u00a0allgemeines Ordnungsrecht, Standardma\u00dfnahmen nach 14 PolG, Ausfl\u00fcge zu allgemeinen Fragen, wie dem Schema des 80 V VwGO<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Paragraphen:<\/strong> <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/PolG\/1.html\">\u00a71 PolG<\/a><a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/511.html\">, <\/a><a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/VwGO\/80.html\">\u00a780 VwGO<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"line-height: 1.5;\">Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch:<\/span><\/strong>Frage-Antwort, h\u00e4lt Reihenfolge ein,\u00a0Intensivbefragung Einzelner, verfolgt Zwischenthemen<\/p>\n[\/vc_column_text][vc_column_text]\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Pr\u00fcferin schilderte am Anfang einen Fall an dem sie sich die komplette Stunde orientierte. Ausgehend davon stelle sie viele allgemeine Fragen.<br \/>\nIn dem Fall befand sich ein Bolzplatz, welcher 2 m hoch umz\u00e4unt war, neben dem Grundst\u00fcck einer \u00e4lteren Dame.<br \/>\nDie Kinder kickten den Ball beim Spielen \u00f6fter \u00fcber den Zaun auf das Grundst\u00fcck der Dame. Um ihn zur\u00fcckzuholen kletterten sie \u00fcber den Zaun, welcher oben Stacheldraht hatte, oder \u00f6ffneten mit einer Art Dietrich das eigentlich verschlossene Tor im Zaun.<br \/>\nDie Dame war ver\u00e4rgert dar\u00fcber und legte daraufhin einen nicht sichtbaren Stolperdraht auf ihrem Grundst\u00fcck aus.<br \/>\nDie Mutter eines der Kinder ruft bei Ihnen (Ordnungsbeh\u00f6rde) an, was tun sie\/k\u00f6nnten sie tun?<br \/>\nZuerst sollte die Zust\u00e4ndigkeit gekl\u00e4rt werden, Abgrenzung Polizei zu den allgemeinen Ordnungsbeh\u00f6rden. Hier sollte man die Eilzust\u00e4ndigkeit definieren.<br \/>\nIm Ergebnis lag kein Eilfall vor, sodass man im OBG war.<br \/>\nHier wurde dann mit allen Einzelheiten eine Standardma\u00dfnahme nach 14 OBG durchgepr\u00fcft.<br \/>\nAnhand des Falls wurden s\u00e4mtliche Definitionen der verschiedenen St\u00f6rer sowie Gefahrenbegriffe abgefragt.<br \/>\nZu pr\u00fcfen war dann auch, gegen wen sich die Ma\u00dfnahmen richten sollten. Neben der Dame kamen auch die Kinder in Betracht oder deren Eltern.<br \/>\nIm Ergebnis pr\u00fcften wir jedoch eine Ma\u00dfnahme gegen die \u00e4ltere Dame, welche in der Aufforderung bestand, den Draht zu entfernen.<br \/>\nSie wurde als Zustandsst\u00f6rer und ggf. als Verhaltensst\u00f6rer angesprochen.<br \/>\nL\u00e4nger diskutiert wurde auch die Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit der Ma\u00dfnahme, da die eigentliche St\u00f6rung von den Kindern ausging, die sich ja nicht auf das Grundst\u00fcck begeben m\u00fcssten. Hier wurde jedoch <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/14.html\" target=\"_blank\" title=\"Art. 14 GG\">Art. 14 GG<\/a> der Dame als zur\u00fccktretend gegen\u00fcber <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/2.html\" target=\"_blank\" title=\"Art. 2 GG\">Art 2.II GG<\/a> der Kinder betrachtet. Insbesondere da die Entfernung des Drahtes keine gro\u00dfe Ma\u00dfnahme darstellt.<br \/>\nSodann sollten wir aus Beh\u00f6rdensicht die Verf\u00fcgungen in dem Bescheid formulieren.<br \/>\nNr. 1 war die Verpflichtung den Draht zu entfernen. Dies war f\u00fcr sofort vollziehbar zu erkl\u00e4ren und zu begr\u00fcnden. (Nr.3)<br \/>\nNr. 2 war die Androhung von Zwangsgeld. Dies wurde l\u00e4nger diskutiert, hier jedoch als angemessen betrachtet um entsprechenden Druck aufzubauen. Als angemessen hat das Gericht ca. 2.000 Euro gesehen.<br \/>\nDann wechselte die Sicht und wir sollten beurteilen, wie sich die \u00e4ltere Dame dagegen wehren k\u00f6nnte.<br \/>\nDies w\u00e4re durch 80 V m\u00f6glich, einmal auf Anordnung einmal auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung.<br \/>\nW\u00e4re dies sinnvoll? Eigentlich nicht, da die Ma\u00dfnahme als rechtm\u00e4\u00dfig beurteilt wurde.<br \/>\nDie letzte Joker Frage war dann, was k\u00f6nnte dennoch f\u00fcr die Einlegung des 80V sprechen?<br \/>\nDie Antwort war, dass eine Beh\u00f6rde i.d.R. nicht vollstreckt, solange ein 80V Antrag anh\u00e4ngig ist. Ein Zeitgewinn w\u00e4re somit m\u00f6glich.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;full_width_background&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider\"><\/div>[\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Bei dem nachfolgenden anonymisierten Protokollen handelt es sich um eine Original-Mitschrift aus dem zweiten\u00a0Staatsexamen der\u00a0M\u00fcndlichen Pr\u00fcfung in NRW im Dezember 2017. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0Juridicus.de. Weggelassen wurden die Angaben zum Pr\u00fcferverhalten. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings. 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