{"id":12110,"date":"2018-02-10T15:00:09","date_gmt":"2018-02-10T14:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/examensrelevant.de\/?p=12110"},"modified":"2019-07-02T11:59:30","modified_gmt":"2019-07-02T09:59:30","slug":"protokoll-der-muendlichen-pruefung-zum-2-staatsexamen-hessen-im-november-2017-2-2-2-2-2-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/protokoll-der-muendlichen-pruefung-zum-2-staatsexamen-hessen-im-november-2017-2-2-2-2-2-2\/","title":{"rendered":"Protokoll der m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung zum 2. Staatsexamen &#8211; Mecklenburg-Vorpommern im Dezember 2017"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei dem nachfolgenden anonymisierten Protokollen handelt es sich um eine Original-Mitschrift aus dem zweiten\u00a0Staatsexamen der\u00a0<strong>M\u00fcndlichen Pr\u00fcfung in Mecklenburg-Vorpommern im Dezember 2017<\/strong>. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weggelassen wurden die Angaben zum Pr\u00fcferverhalten. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<a href=\"http:\/\/juridicus.de\" target=\"_blank\" class=\"\"><img decoding=\"async\" class=\"img-with-animation \" data-delay=\"0\" height=\"100%\" width=\"100%\" data-animation=\"fade-in\" src=\"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/juridicus-examensrelevant.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>[vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsthemen: Zivilrecht<\/h2>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div><div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Zur Sache:<\/h2>\n<p><strong>Pr\u00fcfungsthemen:<\/strong>\u00a0Zivilprozessrecht<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Paragraphen:<\/strong> <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/ZPO\/331.html\">\u00a7331 ZPO<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/ZPO\/91a.html\">\u00a791a ZPO<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/ZPO\/253.html\">\u00a7253 ZPO<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/ZPO\/337.html\">\u00a7337 ZPO<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/ZPO\/331a.html\">\u00a7331a ZPO<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"line-height: 1.5;\">Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch:\u00a0<\/span><\/strong>Frage-Antwort,\u00a0Intensivbefragung Einzelner, verfolgt Zwischenthemen, Fragestellung klar<\/p>\n[\/vc_column_text][vc_column_text]\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eingangs schilderte der Pr\u00fcfer einen kleinen Sachverhalt. Stellen Sie sich vor, Sie sind Anwalt und warten nun schon seit l\u00e4ngerer Zeit vor dem Gerichtssaal auf Ihre Verhandlung. Ihre Partei ist ordnungsgem\u00e4\u00df geladen und es handelt sich um eine Verhandlung vor dem Landgericht. Die Zeit dr\u00e4ngt. In Ihrer Kanzlei sitzt ein &#8220; dicker Fisch&#8220;, der sie die n\u00e4chsten Monate mit seinem Honorar ern\u00e4hren kann. Was machen Sie?<br \/>\nGesetzt des Falles ich bin als Rechtsanwalt alleine und kann niemanden mit Untervollmacht schicken und die Partei kann sich wegen des Anwaltszwangs auch nicht allein vertreten waren alle Reaktionsm\u00f6glichkeiten des Anwalts durchzuspielen. Der Vorschlag bei der Gesch\u00e4ftsstelle einen Antrag auf Neuterminierung der Verhandlung zu stellen war aussichtslos, weil der Antrag erst nach der m\u00fcndlichen Verhandlung bei Richter landen wird. Ein Prozessvergleich mit der Gegenseite der T\u00fcr ist zwar auch m\u00f6glich, war aber nicht das worauf der Pr\u00fcfer raus wollte. Die Kulisse war die, dass auch der gegnerische Anwalt mittlerweile genervt war vom Warten, so dass beide Anw\u00e4lte sich entschlie\u00dfen sollten zu gehen. Nun war die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Vers\u00e4umnisurteil, ergehen kann. Oder ob dies gar unzul\u00e4ssig sei. Antwort, ja es ist zul\u00e4ssig, da keine der TB- Merkmale der 335 ZPO erf\u00fcllt sind.<br \/>\nDann war gefragt was f\u00fcr Reaktionsm\u00f6glichkeiten seitens des Gerichtes nun folgen k\u00f6nnten. Z.B das Verfahren Ruhend zu stellen, von Amtswegen zu vertagen oder nach Lage der Akten zu entscheiden. Welche Variante zul\u00e4ssig ist, richtet sich im konkreten Einzelfall nach 251 a Absatz 3 ZPO.<br \/>\nEin zweiter kurzer Fall: Stellen Sie sich vor, Sie haben die Klage bereits eingereicht. Der Beklagte zahlt. Wie reagieren Sie?<br \/>\nDie Klage zur\u00fcck zu nehmen w\u00e4re doof, wegen der Kosten. Also gegen\u00fcber dem Gericht eine Erledigungserkl\u00e4rung abgeben. Wie sieht diese aus? Erst mal den Satz, dass man den Rechtsstreit in der Hauptsache f\u00fcr erledigt erkl\u00e4rt und das war dem Pr\u00fcfer ganz wichtig, eine Begr\u00fcndung mit dem Inhalt, dass der Rechtsstreit in der HP erledigt ist, weil der Beklagte am Datum x einen Betrag y gezahlt hat.<br \/>\nDann war zu er\u00f6rtern wie es jetzt weiter geht. entweder schlie\u00dft sich der Beklagte der Erledigung an, dann ergeht eine Kostenentscheidung nach 91 a oder er schlie\u00dft sich eben nicht an. Es waren im Folgenden die Voraussetzungen einer einseitigen\/ streitigen Erledigung darzulegen. Hierbei wurde gefragt, ob der Beklagte noch an seinem Sachantrag ausdr\u00fccklich festhalten muss oder dieser von Amtswegen ausgelegt werden wird. Dann war darzulegen, was \u00fcberhaupt noch Rechtsstreit ist und der Obersatz f\u00fcr die Begr\u00fcndetheitspr\u00fcfung zu nennen. Es sollte schlussendlich noch ein Kostenbeschluss nach 91 a ZPO formuliert werden. Wobei der Beklagte nat\u00fcrlich die Kosten tr\u00e4gt, weil er versp\u00e4tet gezahlt hat.<br \/>\nDer Pr\u00fcfer hat in unserer Pr\u00fcfung keine einzige materiell-rechtliche Frage gestellt. Sondern sich sehr lange mit Reaktionsm\u00f6glichkeiten des Gerichts befasst. Also im Prozessrecht sollte man bei ihm unbedingt sattelfest sein und aus verschieden Perspektiven beispielsweise des Rechtsanwalts oder des Richters m\u00f6glichst schnell zu einer pragmatischen L\u00f6sung finden k\u00f6nnen. Auch sollte man wissen, welche einzelnen Spruchk\u00f6rper es gibt, wie diese besetzt sind und wo dies nachzulesen ist.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;full_width_background&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider\"><\/div>[\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Bei dem nachfolgenden anonymisierten Protokollen handelt es sich um eine Original-Mitschrift aus dem zweiten\u00a0Staatsexamen der\u00a0M\u00fcndlichen Pr\u00fcfung in Mecklenburg-Vorpommern im Dezember 2017. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0Juridicus.de. Weggelassen wurden die Angaben zum Pr\u00fcferverhalten. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings. 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