{"id":12117,"date":"2018-03-01T14:00:07","date_gmt":"2018-03-01T13:00:07","guid":{"rendered":"http:\/\/examensrelevant.de\/?p=12117"},"modified":"2019-07-02T11:56:56","modified_gmt":"2019-07-02T09:56:56","slug":"protokoll-der-muendlichen-pruefung-zum-1-staatsexamen-berlin-vom-oktober-2017-2-2-3-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/protokoll-der-muendlichen-pruefung-zum-1-staatsexamen-berlin-vom-oktober-2017-2-2-3-2\/","title":{"rendered":"Protokoll der m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung zum 1. Staatsexamen &#8211; Schleswig-Holstein vom Juni 2017"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei dem nachfolgenden anonymisierten Protokollen handelt es sich um eine Original-Mitschrift aus dem Ersten Staatsexamen der\u00a0<strong>M\u00fcndlichen Pr\u00fcfung in Schleswig-Holstein vom Juni 2017<\/strong>. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weggelassen wurden die Angaben zum Pr\u00fcferverhalten. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<a href=\"http:\/\/juridicus.de\" target=\"_blank\" class=\"\"><img decoding=\"async\" class=\"img-with-animation \" data-delay=\"0\" height=\"100%\" width=\"100%\" data-animation=\"fade-in\" src=\"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/juridicus-examensrelevant.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>[vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsthemen: \u00a0Zivilrecht<\/h2>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2>Vorpunkte der Kandidaten<\/h2>\n[\/vc_column_text][vc_column_text]\n<table width=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"189\">Kandidat<\/td>\n<td width=\"76\">1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Vorpunkte<\/td>\n<td width=\"76\">4,5<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Aktenvortrag<\/td>\n<td width=\"76\">1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Zivilrecht<\/td>\n<td width=\"76\">7<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Strafrecht<\/td>\n<td width=\"76\">7<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">\u00d6ffentliches Recht<\/td>\n<td width=\"76\">8<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Endpunkte<\/td>\n<td width=\"76\">5,66<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Endnote<\/td>\n<td width=\"76\">6,07<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Zur Sache:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pr\u00fcfungsthemen:\u00a0<\/strong>Reisevertragsrecht,\u00a0Schadensersatz,\u00a0Schadensrecht,\u00a0Zivilprozessrecht<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Paragraphen: <\/strong><a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/651c.html\">\u00a7651c BGB<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/651d.html\">\u00a7651d BGB<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/651f.html\">\u00a7651f BGB<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/253.html\">\u00a7253 BGB<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/280.html\">\u00a7280 BGB<\/a><\/p>\n<p><strong>Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch: <\/strong>h\u00e4lt Reihenfolge ein[\/vc_column_text][vc_column_text]\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Pr\u00fcferin stellte zun\u00e4chst einen Fall.<br \/>\nEhepaar L wollte einen Urlaub buchen. Dazu gingen sie zu Frau B, die f\u00fcr TUI auf Provisionsbasis arbeitet. Ehepaar L schilderte ihr ihre Vorstellungen \u00fcbern ihren Urlaub. Sie wollten in ein ruhiges Hotel in dem sie entspannen k\u00f6nnen. Frau B empfahl ein Hotel und sicherte zu, dass sie selbst schon oft dort Urlaub gemacht hat und es den Vorstellungen des Ehepaares entspricht.<br \/>\nAngekommen im gebuchten Hotel stellen die Eheleute L fest, dass das Hotel ein Partyhotel mit \u00fcberwiegend Jugendlichen G\u00e4sten war. Das Hotelzimmer an sich war ok, allerdings war der gesamte Au\u00dfenbereich mit Toilettenpapier umwickelt und dreckig. L beschwerte sich beim Reiseveranstalter TUI. Dieser bot dem Ehepaar an, wahlweise in zwei andere Hotels unterzukommen. Diese waren allerdings nicht ad\u00e4quat. Das Ehepaar bucht nach zwei Tagen einen R\u00fcckflug f\u00fcr 200\u20ac. Fraglich war, was das Ehepaar f\u00fcr Anspr\u00fche geltend machen kann.<br \/>\nZun\u00e4chst begannen wir die Pr\u00fcfung damit festzustellen, dass das Ehepaar sowohl gegen TUI als auch gegen Frau B Anspr\u00fcche haben k\u00f6nnte und diese getrennt gepr\u00fcft werden m\u00fcssen. Wir hielten fest, dass es sich um einen reisevertrag handelt. Ein Reisevertrag besteht aus mindestens zwei Elementen. Hier war es der Flug und die Unterkunft im Hotel.<br \/>\nZun\u00e4chst fingen wir mit der Minderung und dem Schadensersatz an. Wir blieben etwas l\u00e4nger beim Mangel. Schlie\u00dflich stellten wir fest, dass der Mangel in der Beschaffenheit des Hotels liegt. Das Ehepaar hatte eine Vereinbarung getroffen, dass das Hotel &#8222;ruhig&#8220; ist. Die Pr\u00fcferin fragte, ob es dasselbe w\u00e4re, wenn man ein ruhiges Hotel bucht oder ein Hotel in einer ruhigen Lage. Dieses Problem hatte sie grade selbst verhandelt. Wir sagten einmal unsere Meinung, gingen dann aber nicht weiter darauf ein.<br \/>\nLetztendlich best\u00e4tigten wir die Minderung und auch den Schadensersatz. Dabei gingen wir auch auf den immateriellen Schaden gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/253.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 253 BGB: Immaterieller Schaden\">\u00a7 253 BGB<\/a> ein. Wir stellten klar, dass f\u00fcr einen solchen Schaden eine spezielle Regelung im Gesetz stehen muss. F\u00fcr vertane Reisezeit findet sich eine solche Regelung im Reisevertragsrecht.<br \/>\nDann pr\u00fcften wir die Anspr\u00fcche gegen Frau B. Die cic wurde erw\u00e4hnt, aber wegen undurchsichtigen Sachverhaltes nicht weiter behandelt. Dann pr\u00fcften wir den Schadenersatz nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/280.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 280 BGB: Schadensersatz wegen Pflichtverletzung\">\u00a7 280 f. BGB<\/a>. Bei \u00a7 282 stellten wir fest, dass es keine Fristsetzung gab. Au\u00dferdem war die Pflichtverletzung die schlechte Beratung der Frau B und diese kann nicht wiederholt werden f\u00fcr den Urlaub. Wir bejahten einen Schadensersatzanspruch gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/280.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 280 BGB: Schadensersatz wegen Pflichtverletzung\">\u00a7 280 BGB<\/a>. Dann fragte die Pr\u00fcferin noch einiges Prozessuales.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;full_width_background&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider\"><\/div>[\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Bei dem nachfolgenden anonymisierten Protokollen handelt es sich um eine Original-Mitschrift aus dem Ersten Staatsexamen der\u00a0M\u00fcndlichen Pr\u00fcfung in Schleswig-Holstein vom Juni 2017. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0Juridicus.de. Weggelassen wurden die Angaben zum Pr\u00fcferverhalten. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings. 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