{"id":12658,"date":"2018-06-05T09:00:35","date_gmt":"2018-06-05T07:00:35","guid":{"rendered":"http:\/\/examensrelevant.de\/?p=12658"},"modified":"2019-06-30T12:04:09","modified_gmt":"2019-06-30T10:04:09","slug":"gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-2-staatsexamen-nrw-vom-november-2016-3-2-2-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-2-staatsexamen-nrw-vom-november-2016-3-2-2-2\/","title":{"rendered":"Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur zum 2. Staatsexamen &#8211; Bayern vom November 2017"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei dem nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer <strong>echten Klausur\u00a0 vom November 2017 im zweiten Staatsexamen in Bayern.<\/strong>\u00a0Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div><div class=\"img-with-aniamtion-wrap \"><img decoding=\"async\" class=\"img-with-animation \" data-delay=\"0\" height=\"100%\" width=\"100%\" data-animation=\"fade-in\" src=\"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/juridicus-examensrelevant.jpg\" alt=\"\" \/><\/div><div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsfach: \u00a0Zivilrecht<\/h2>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Ged\u00e4chtnisprotokoll:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die Klausur aus vielen Einzelfragen bestand, hier zun\u00e4chst der ganze Sachverhalt:<br \/>\nDie Klausur betraf das Erbrecht aus der Sicht eines Notars, es war ein Gutachten anzufertigen.<br \/>\nDie Mandantin kommt mit einem Sachverhalt und einer Vielzahl an Fragen zu diesen, die beantwortet werden sollen, bzw. es sollen die W\u00fcnsche der Mandantin bestm\u00f6glich umgesetzt werden.<br \/>\nDie Mandantin ist Witwe, ihr vorverstorbener Ehemann hatte eine Tochter ohne die Mandantin, und mit ihr zwei S\u00f6hne, insgesamt hat er also drei Kinder gezeugt. Das au\u00dfereheliche Kind ist der Mandantin &#8222;genauso ans Herz gewachsen wie ihre leiblichen S\u00f6hne&#8220;.<br \/>\nDie Mandantin und der Erblasser hatten einen gemeinschaftliches Ehegattentestament, wonach sie Alleinerbe wurde, sie hat auch bereits einen Erbschein erhalten. Der Nachlass hat einen Wert von 1.200.000,- \u20ac. Die Mandantin hat ansonsten nur eine vermietete Eigentumswohnung im Wert von 100.000,- \u20ac.<br \/>\nNach dem Ehegattentestament sollen des Weiteren die Kinder zu gleichen Teilen das erhalten, was noch \u00fcbrig ist. Keiner der Ehegatten soll hieran ohne Kenntnis des Anderen etwas \u00e4nderen k\u00f6nnen. Allerdings soll im Falle des Vorversterbens des Ehemanns die Ehefrau (die Mandantin) hinsichtlich der S\u00f6hne von der Regelung abweichen k\u00f6nnen, die Tochter hingegen soll in jedem Fall zu einem Drittel Erbin werden.<br \/>\nVor einigen Wochen hat ein Sohn den Pflichtteil i.H.v. 100.000,- \u20ac verlangt. Deswegen m\u00f6chte die Mandantin ihn nun enterben und m\u00f6chte wissen, ob er dann dennoch nochmals Geld von ihr verlangen kann. Vor 15 Jahren hat sie ihm kommentarlos 20.000,- \u20ac geschenkt. Die Mandantin m\u00f6chte jedenfalls einen Anspruch dieses Sohnes so gering halten wie m\u00f6glich.<br \/>\nDazu w\u00e4re sie auch bereit, ihre Wohnung ihrem anderen Sohn zu schenken, wobei sie sich die Mietertr\u00e4ge aus dieser so gut wie m\u00f6glich sichern lassen m\u00f6chte, sowie sicherstellen, dass sie ggf. sp\u00e4ter selbst einmal dort einziehen kann. Ab diesem Zeitpunkt soll dann dieser Sohn auch keine Zahlungen mehr an sie leisten m\u00fcssen. Au\u00dferdem m\u00f6chte sie in jedem Fall ein umfassendes Nutzungsrecht an der Wohnung haben.<br \/>\nDer zweite Sohn schl\u00e4gt vor, dass die \u00dcbertragung der Wohnung nicht als Schenkung, sondern als Kauf ausgestaltet wird. Er hat zwar derzeit nicht die n\u00f6tigen Geldmittel, glaubt aber, eventuell einen Anspruch gegen die Mutter zu haben, mit der er den Kaufpreis verrechnen k\u00f6nne. Er fragt nach, welche Folgen das ggf. f\u00fcr die Anspr\u00fcche seines Bruders habe, und was der Notar empfiehlt.<br \/>\nZuletzt tr\u00e4gt die Mandantin vor, dass die Tochter nach dem Erbfall der Spielsucht verfallen sei und hoffnungslos \u00fcberschuldet sei. Die Eheleute h\u00e4tten nie gewollt, dass ihr Verm\u00f6gen Fremdgl\u00e4ubigern in den Rachen geworfen werde, sie m\u00f6chte daher erreichen, dass nur der zweite Sohn Erbe werde. Die Tochter sei einsichtig und auch zur Mitwirkung bereit.<br \/>\nAllerdings lebe die Tochter derzeit in Hamburg und komme nicht so schnell nach M\u00fcnchen. Eventuell k\u00f6nne man hier alles regeln, ohne dass sie nach M\u00fcnchen kommen m\u00fcsse, oder g\u00e4nzlich ohne ihre Mitwirkung.<br \/>\nIm Kern ging es hier darum, die W\u00fcnsche der Mandantin umzusetzen und einige Fragen zu beantworten.<br \/>\nDie erste solche Frage lautete, warum der erste Sohn \u00fcberhaupt schon 100.000,- \u20ac zu erhalten habe. Die Antwort lautet schlicht, dass er einen Anspruchg gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/2303.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 2303 BGB: Pflichtteilsberechtigte; H&ouml;he des Pflichtteils\">\u00a7 2303 I 1 BGB<\/a> in der nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/2303.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 2303 BGB: Pflichtteilsberechtigte; H&ouml;he des Pflichtteils\">\u00a7 2303 I 2 BGB<\/a> zu berechnenden H\u00f6he habe, denn er ist Abk\u00f6mmling und durch die Einsetzung der Mandantin als Vollerbin enterbt worden (Einheitsl\u00f6sung).<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;full_width_background&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider-border\"><\/div>[\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Bei dem nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur\u00a0 vom November 2017 im zweiten Staatsexamen in Bayern.\u00a0Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0Juridicus.de. 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