{"id":12737,"date":"2018-06-19T09:00:32","date_gmt":"2018-06-19T07:00:32","guid":{"rendered":"http:\/\/examensrelevant.de\/?p=12737"},"modified":"2019-06-30T12:03:26","modified_gmt":"2019-06-30T10:03:26","slug":"gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-2-staatsexamen-baden-wuerttemberg-vom-juni-2016-2-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-2-staatsexamen-baden-wuerttemberg-vom-juni-2016-2-2\/","title":{"rendered":"Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur zum 2. Staatsexamen &#8211; Rheinland-Pfalz vom Oktober 2017"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Bei dem nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer <strong>echten Klausur vom Oktober 2017 im zweiten Staatsexamen in Rheinland-Pfalz<\/strong>. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div><div class=\"img-with-aniamtion-wrap \"><img decoding=\"async\" class=\"img-with-animation \" data-delay=\"0\" height=\"100%\" width=\"100%\" data-animation=\"fade-in\" src=\"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/juridicus-examensrelevant.jpg\" alt=\"\" \/><\/div><div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsfach: \u00a0Strafrecht<\/h2>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Ged\u00e4chtnisprotokoll:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu schreiben war eine Anklage mit den folgenden Themen: versuchter Mord, R\u00fccktrittsprobleme, Computerbetrug und Beweisverwertungsverbote.<br \/>\nZwei Freunde waren abends verabredet, liefen allein den Weg vom Rhein bis zum Auto, das auf einem Parkplatz stand. Keine Menschenseele war weit und breit. Der eine Freund lief schr\u00e4g hinter dem anderen und pl\u00f6tzlich hatte der Vordere ein Messer im R\u00fccken stecken. Der Hintere hat behauptet, das m\u00fcsse einer geworfen haben, was laut einem Gutachten m\u00f6glich w\u00e4re, wenn einer genau hintendran l\u00e4uft, aber ziemlich unwahrscheinlich sei. Der Hintere habe dann nur so getan, als ob er den Notarzt rufe, aber das Telefonat sei zu schnell gegangen. Also hat sich der Verletzte selbst in die 700 Meter entfernte Kneipe geschafft. Der Hintere ist ihm hinterher getrottet. Dr Kneipenbesitzer hat die Rettung verst\u00e4ndigt und den Verletzten versorgt. Die Polizei kam und hat zun\u00e4chst eine informatorische Befragung gef\u00fchrt. Sp\u00e4ter auf der Wache hat sie den Hinteren als Zeugen belehrt und die Staatsanwaltschaft hat sein Handy beschlagnahmt, Da waren Belehrungsverst\u00f6\u00dfe zu problematisieren, insbesondere die Umgeheung durch die Zeugenbelehrung des mittlerweile Tatverd\u00e4chtigen. Fraglich war auch, ob man die Handy.-Daten auswerten durfte, weil die Beschlagnahme nicht vom Richter angeordnet war, jedoch gab es gen\u00fcgend andere Anhaltspunkte, die ihn als T\u00e4ter wahrscheinlich machten. Auch hat die Rettung best\u00e4tigt, dass kein zweiter Anruf eingegangen sei, sondern der einzige Anruf vom Kneipenbesitzer kam. Ermittelt wurde wegen Totschlags, letztlich war es versuchter Mord ohne R\u00fccktritt.<br \/>\nHintergrund war, dass der T\u00e4ter wohl zuvor zwei Mal die EC-Karte damit PIN ais dem Handschuhfach seines Freundes nahm und zwei mal 400 Euro abgehoben hatte. Ohne ihn zu verd\u00e4chtigen berichtete das Opfer, also sein Freund, zuvor, er habe Anzeige gestellt und wegen der Video\u00fcberwachung in der Sparkasse werde der T\u00e4ter sicher gefunden werden. Hier war also Computerbetrug in der 3. Variante zu pr\u00fcfen und Diebstahl am Geld sowie an der Karte zu verneinen. Ebenfalls war zu er\u00f6rtern, ob die Videoaufnahmen durch die Sparkasse verwertet werden d\u00fcrfen. Letztlich war Anklage zu erheben.<br \/>\nMit dabei war das Thema Haft, weshalb der Haftvermerk mit dem n\u00e4chsten Haftpr\u00fcfungstermin nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/StPO\/121.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 121 StPO: Fortdauer der Untersuchungshaft &uuml;ber sechs Monate\">\u00a7 121 StPO<\/a> sowie der Haftvermerk auf der Anklage nicht fehlen durfte. Ebenfalls im prozessualen Teil war anzusprechen, dass die Mitteilung an die JVA in diesem Fall nicht nach MiStrA sondern nach 114 d StPO erfolgen muss.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Bei dem nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur vom Oktober 2017 im zweiten Staatsexamen in Rheinland-Pfalz. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0Juridicus.de. 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