{"id":13082,"date":"2018-10-11T14:00:28","date_gmt":"2018-10-11T12:00:28","guid":{"rendered":"http:\/\/examensrelevant.de\/?p=13082"},"modified":"2020-03-20T15:39:00","modified_gmt":"2020-03-20T14:39:00","slug":"protokoll-der-muendlichen-pruefung-zum-1-staatsexamen-nrw-im-juni-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/protokoll-der-muendlichen-pruefung-zum-1-staatsexamen-nrw-im-juni-2018\/","title":{"rendered":"Protokoll der m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung zum 1. Staatsexamen &#8211; NRW im Juni 2018"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei dem nachfolgenden anonymisierten Protokollen handelt es sich um eine Original-Mitschrift aus dem ersten\u00a0Staatsexamen der\u00a0<strong>M\u00fcndlichen Pr\u00fcfung in NRW im Juni 2018<\/strong>. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weggelassen wurden die Angaben zum Pr\u00fcferverhalten. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<a href=\"http:\/\/juridicus.de\" target=\"_blank\" class=\"\"><img decoding=\"async\" class=\"img-with-animation \" data-delay=\"0\" height=\"100%\" width=\"100%\" data-animation=\"fade-in\" src=\"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/juridicus-examensrelevant.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>[vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsthemen:\u00a0Zivilrecht<\/h2>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Zur Sache:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pr\u00fcfungsthemen:\u00a0<\/strong>Atbeitsrecht<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Paragraphen:\u00a0<\/strong> <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/AGG\/1.html\">\u00a71 AGG<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"line-height: 1.5;\">Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch:\u00a0<\/span><\/strong>Frage-Antwort<\/p>\n[\/vc_column_text][vc_column_text]\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch ging es um das Arbeitsrecht. Zun\u00e4chst war allgemein danach gefragt, wie ein\u00a0Arbeitsverh\u00e4ltnis beendet werden kann: Gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/620.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 620 BGB: Beendigung des Dienstverh&auml;ltnisses\">\u00a7 620 Abs. 2-3 BGB<\/a> bei unbestimmter Dauer durch K\u00fcndigung, sonst nach dem TzBfG mit dem Ablauf der Zeit f\u00fcr die es eingegangen ist. Au\u00dferdem durch Anfechtung, Aufhebungsvertrag, Aufl\u00f6sung durch das Arbeitsgericht gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/KSchG\/9.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 9 KSchG: Aufl&ouml;sung des Arbeitsverh&auml;ltnisses durch Urteil des Gerichts; Abfindung des Arbeitnehmers\">\u00a7 9 Abs. 1 KSchG<\/a> oder wegen <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/613.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 613 BGB: Un&uuml;bertragbarkeit\">\u00a7 613 S. 1 BGB<\/a> regelm\u00e4\u00dfig durch den Tod des Arbeitnehmers.<br \/>\nN\u00e4her eingegangen wurde auf den Aufhebungsvertrag, wobei dazu verschiedenes gefragt wurde: Der Aufhebungsvertrag ist ein Vergleich i.S.d. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/779.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 779 BGB: Begriff des Vergleichs, Irrtum &uuml;ber die Vergleichsgrundlage\">\u00a7 779 BGB<\/a>, der gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/623.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 623 BGB: Schriftform der K&uuml;ndigung\">\u00a7 623 BGB<\/a> bei Arbeitsverh\u00e4ltnissen der Schriftform bedarf. Er wird zur Vermeidung von Widerrufsrechten in den R\u00e4umen des Arbeitgebers oder vor dem Arbeitsgericht geschlossen. Im letzteren Fall ist er zugleich eine Prozesshandlung i.S.d. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/ZPO\/278.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 278 ZPO: G&uuml;tliche Streitbeilegung, G&uuml;teverhandlung, Vergleich\">\u00a7 278 ZPO<\/a>. Er wird dann durch das Gericht protokolliert.<br \/>\nDann wurde nach den Folgen des Todes des Arbeitnehmers und des Arbeitgebers auf das Arbeitsverh\u00e4ltnis gefragt. Dabei kamen wir auf \u00a7 613 S. 1 und S. 2 und deren Verh\u00e4ltnis zu <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/1922.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 1922 BGB: Gesamtrechtsnachfolge\">\u00a7 1922\u00a0BGB<\/a> zu sprechen. Es zeigte sich, dass bei dem Tod des Arbeitgebers das Arbeitsverh\u00e4ltnis nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/1922.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 1922 BGB: Gesamtrechtsnachfolge\">\u00a7 1922 BGB<\/a> auf dessen Erben \u00fcbergeht. Darin liegt keine \u00dcbertragung, so dass <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/613.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 613 BGB: Un&uuml;bertragbarkeit\">\u00a7 613 S. 2 BGB<\/a> nicht anwendbar ist. Wissen hierzu wurde nicht vorausgesetzt, wohl aber das Auffinden der Normen und eine Argumentation anhand ihres Wortlauts und ihrer Systematik.<br \/>\nDann ging es um Fragen der Befristung von Arbeitsverh\u00e4ltnissen. In einem kleinen Fall sollte zur\u00a0Betreuung eines \u00e4lteren Menschen eine Pflegekraft befristet besch\u00e4ftigt werden. Dabei war der Zeitpunkt des Todes des \u00e4lteren Menschen nat\u00fcrlich ungewiss. Gefragt war nach den vertraglichen M\u00f6glichkeiten, eine m\u00f6glichst optimale Befristungsabrede zu treffen. Es sollte erkannt werden, dass ein zweckbefristeter Arbeitsvertrag gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/TzBfG\/3.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 3 TzBfG: Begriff des befristet besch&auml;ftigten Arbeitnehmers\">\u00a7 3 Abs. 1 S. 2 TzBfG<\/a> auf den Tod des zu betreuenden Menschen befristet werden kann mit der Folge, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis dann gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/TzBfG\/15.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 15 TzBfG: Ende des befristeten Arbeitsvertrages\">\u00a7 15 Abs. 2 TzBfG<\/a> endet. Gesprochen wurde auch \u00fcber die Folgen bei unwirksamer Befristung gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/TzBfG\/16.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 16 TzBfG: Folgen unwirksamer Befristung\">\u00a7 16 TzBfG<\/a>. Wir kamen darauf zu sprechen, dass gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/TzBfG\/17.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 17 TzBfG: Anrufung des Arbeitsgerichts\">\u00a7 17 S. 2 TzBfG<\/a> i.V.m. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/KSchG\/7.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 7 KSchG: Wirksamwerden der K&uuml;ndigung\">\u00a7 7 KSchG<\/a> die Rechtswirksamkeit der Befristung fingiert wird, wenn nicht rechtzeitig die Klage auf Feststellung der Rechtsunwirksamkeit der Befristung erhoben wird. Au\u00dferdem wurde die Bedingung nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/158.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 158 BGB: Aufschiebende und aufl&ouml;sende Bedingung\">\u00a7 158 Abs. 1 BGB<\/a> als weitere Gestaltungsm\u00f6glichkeit erwogen, jedoch wegen der Gewissheit des Ereignisses Tod abgelehnt. Damit kam nur noch die Einordnung als Befristung nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/163.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 163 BGB: Zeitbestimmung\">\u00a7 163 BGB<\/a> in Betracht. Gefragt wurde dann noch nach dem Unterschied zwischen einer Befristung nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/163.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 163 BGB: Zeitbestimmung\">\u00a7 163 BGB<\/a> und nach dem TzBfG.<br \/>\nSchlie\u00dflich ging es darum, welche Auswirkungen die Freistellung des Arbeitnehmers nach Ablauf der\u00a0Befristung hat, wenn die Befristungsabrede unwirksam ist. Dann besteht Anspruch auf Annahmeverzugslohn. Anspruchsgrundlage ist <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/611a.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 611a BGB: Arbeitsvertrag\">\u00a7 611a Abs. 2 BGB<\/a>. Der \u00a7 615 S. 1 ist Ausnahme zu <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/326.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 326 BGB: Befreiung von der Gegenleistung und R&uuml;cktritt beim Ausschluss der Leistungspflicht\">\u00a7 326 Abs. 1 BGB<\/a>. Das gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/293.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 293 BGB: Annahmeverzug\">\u00a7 293 BGB<\/a> erforderliche ordnungsgem\u00e4\u00dfe Angebot der Leistung ist wegen des Erfordernisses der Zuweisung der Arbeit durch den Arbeitgeber gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/296.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 296 BGB: Entbehrlichkeit des Angebots\">\u00a7 296 S. 1 BGB<\/a> entbehrlich, wenn der Arbeitgeber durch die Freistellung konkludent zum Ausdruck bringt, diese Mitwirkungshandlung nicht vornehmen zu wollen.<br \/>\nInsgesamt wurden Grundlagenkenntnisse zum Arbeitsrecht, insbesondere zu den Verkn\u00fcpfungen mit den Vorschriften des BGB und eine methodisch pr\u00e4zise Arbeit mit dem Gesetz erwartet.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;full_width_background&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider\"><\/div>[\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Bei dem nachfolgenden anonymisierten Protokollen handelt es sich um eine Original-Mitschrift aus dem ersten\u00a0Staatsexamen der\u00a0M\u00fcndlichen Pr\u00fcfung in NRW im Juni 2018. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0Juridicus.de. Weggelassen wurden die Angaben zum Pr\u00fcferverhalten. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings. 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