{"id":14944,"date":"2020-07-08T09:00:05","date_gmt":"2020-07-08T07:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/?p=14944"},"modified":"2021-04-14T12:47:20","modified_gmt":"2021-04-14T10:47:20","slug":"gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-1-staatsexamen-rheinland-pfalz-vom-august-2019-3-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-1-staatsexamen-rheinland-pfalz-vom-august-2019-3-2\/","title":{"rendered":"Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur zum 1. Staatsexamen &#8211; Rheinland-Pfalz vom August 2019"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer <strong>echten Klausur vom August 2019 im ersten Staatsexamen in Rheinland-Pfalz.<\/strong> Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div><div class=\"img-with-aniamtion-wrap \"><img decoding=\"async\" class=\"img-with-animation \" data-delay=\"0\" height=\"100%\" width=\"100%\" data-animation=\"fade-in\" src=\"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/juridicus-examensrelevant.jpg\" alt=\"\" \/><\/div><div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsfach: \u00a0Zivilrecht<\/h2>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Ged\u00e4chnisprotokoll:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fall 1:<br \/>\nK kauft am 02.05.18 von V ein aus Einzelteilen versehenes Fahrrad zum Kaufpreis von 2000\u20ac. Dieses\u00a0m\u00f6chte K ihrem Enkel E schenken. E ist zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alt und m\u00f6chte im Zeitraum\u00a0vom 20.-22.05.18 eine Fahrradtour mit dem Fahrrad machen. Davon berichtet die K dem V\u00a0jedoch nichts. K m\u00f6chte selbst eine Reise antreten und vereinbart deswegen mit dem V, dass E\u00a0berechtigt sei, die Lieferung von V zu verlangen und dieser das Fahrrad direkt an V liefern solle.<br \/>\nNach dem Abschluss des Kaufvertrags beschlie\u00dft sich V lieber erst einen Gro\u00dfauftrag zu bearbeiten\u00a0und liefert dem E nicht das Fahrrad. E setzt dem V mit Schreiben vom 15.5.18 eine Frist zur\u00a0Lieferung des Fahrrads bis zum 30.5.18. Das Schreiben geht dem V am 16.5.18 zu. Da E das Fahrrad\u00a0weiterhin nicht von V erh\u00e4lt, muss er sich f\u00fcr die Fahrradtour ein Ersatz-Fahrrad f\u00fcr 100 \u20ac mieten.<br \/>\nIn der Folgezeit wird E vollj\u00e4hrig. Am 1.6.18 erkl\u00e4ren V und E dem V den R\u00fccktritt vom Kaufvertrag.<br \/>\nAm 4.6.18 kauft E ein anderes Fahrrad zum Kaufpreis von 2200\u20ac. Nun verlangt E von V die R\u00fcckzahlung des Kaufpreises, 100 \u20ac f\u00fcr die Ersatzanmietung und 200 \u20ac Mehraufwendungskosten f\u00fcr\u00a0das neue Fahrrad.<br \/>\nV h\u00e4lt dem E folgende Einw\u00e4nde entgegen: Am 15.5.18 sei der Betrieb in seiner Produktionshalle aufgrund eines Hochwasser vollkommen stillgelegt worden. Weder er noch seine Mitarbeiter waren\u00a0in der Lage zu arbeiten. Auch sei es nicht m\u00f6glich gewesen, die Kunden \u00fcber den Zustand zu informieren.<br \/>\nDie Beeintr\u00e4chtigungen seien nun jedoch beseitigt, sodass er am 4.6.18 in der Lage sei,\u00a0dem E das Fahrrad anzubieten.<br \/>\nAufgabe 1: Hat E Anspr\u00fcche gegen V?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fall 2<br \/>\nK vermietet eine Wohnung an A und B. Die Miete betr\u00e4gt 2000\u20ac. A und B sind nicht verheiratet. Da\u00a0K Liquidationsanspannungen hat, will sie dem Z die Forderung aus dem Mietvertrag gegen A und B\u00a0f\u00fcr 1700 \u20ac anbieten. Sodann schreibt sie diesem eine E-Mail mit diesem Inhalt. Sie vertippt sich\u00a0jedoch und schreibt statt der gewollten 1700 \u20ac einen Betrag von 1200 \u20ac in die E-Mail. Z nimmt dieses\u00a0Angebot gleicherma\u00dfen via E-Mail an. Als Z der K nun den Betrag von 1200 \u20ac \u00fcberweist, entdeckt\u00a0K das Missverst\u00e4ndnis. Sie erkl\u00e4rt dem Z sofort, dass sie sich an den Vertrag nicht mehr gebunden\u00a0f\u00fchle.<br \/>\nWeil K sich mit den Mietern A und B so gut versteht, bespricht sie mit A, dass sie ihnen die Miete in\u00a0H\u00f6he von 2000\u20ac erlassen werde. A ist einverstanden. Jedoch erkl\u00e4rt er der K, dass er nicht befugt\u00a0sei, die B zu vertreten. Deswegen handele er nur in eigenem Namen. Die B habe ihm ausdr\u00fccklich\u00a0verboten, ihn zu vertreten.<br \/>\nZ ist emp\u00f6rt und der Meinung, dass die K den Mietern A und B die Miete nicht h\u00e4tte erlassen d\u00fcrfen.<br \/>\nEr verlangt von B die Zahlung von 2000\u20ac. B ist der Meinung, dass Z keine Forderung erlangt h\u00e4tte. Selbst wenn dies so sei, k\u00f6nne er nur 1000\u20ac von B verlangen. Mitunter verweigert er aber die\u00a0Zahlung an Z.<br \/>\nAufgabe 2: Hat Z einen Anspruch gegen B?<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;full_width_background&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider-border\"><\/div>[\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Bei den nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur vom August 2019 im ersten Staatsexamen in Rheinland-Pfalz. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0Juridicus.de. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings. [\/vc_column_text][vc_column_text] Pr\u00fcfungsfach: \u00a0Zivilrecht [\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Ged\u00e4chnisprotokoll: Fall&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1755,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2222,2221,55,1703],"tags":[],"class_list":["post-14944","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-staatsexamen-klausurprotokoll","category-klausurprotokoll","category-magazin","category-zivilrecht-rechtsgebiet"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14944","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1755"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14944"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14944\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15494,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14944\/revisions\/15494"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14944"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14944"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14944"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}