{"id":14963,"date":"2020-07-22T09:00:45","date_gmt":"2020-07-22T07:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/?p=14963"},"modified":"2021-04-14T12:46:18","modified_gmt":"2021-04-14T10:46:18","slug":"gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-1-staatsexamen-berlin-vom-maerz-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-1-staatsexamen-berlin-vom-maerz-2020\/","title":{"rendered":"Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur zum 1. Staatsexamen &#8211; Berlin vom M\u00e4rz 2020"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer <strong>echten Klausur vom M\u00e4rz 2020 im ersten Staatsexamen in Berlin.<\/strong>\u00a0Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsfach:\u00a0 Strafrecht<\/h2>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Ged\u00e4chnisprotokoll:<\/h2>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Mandant wird vorgeworfen (und deshalb vom LG M\u00fcnster &#8211; durch 2 Berufsrichter und 2 ehrenamtliche Richter &#8211; zu 5 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt) an drei verschiedenen Tagen im Jahr 2019 folgende Taten begangen zu haben:<br \/>\n1. Er hat seine damalige Freundin und nunmehrige verlobte dar\u00fcber get\u00e4uscht, sie werde von der Rockerg\u00e4ng Lions bedroht, man werde sie verletzen, weil sie angeblich Rockerkollegen beleidigt habe. Er, der M, konnte mit denen Reden und sie runterhandeln auf Zahlung 1.000\u20ac, dann lassen Sie sie in Ruhe. Die L glaubt das und h\u00e4ndigt M, der als Bote auftritt, 1000 \u20ac aus. W\u00e4hrend er dies tut f\u00fchrt er eine Gaspistole bei sich, die das Gas nach vorne ausst\u00f6\u00dft.<br \/>\nDas LG verurteilt wegen <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/StGB\/253.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 253 StGB: Erpressung\">\u00a7\u00a7 253<\/a>,255, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/StGB\/250.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 250 StGB: Schwerer Raub\">250<\/a> I Nr.1 a StGB.<br \/>\nDas LG st\u00fctzt seine Verurteilung auf den Zeugen R, der als Ermittlungsrichter die L am 13.09.2019 vernommen hat. Dort wollte Sie sich nicht \u00e4u\u00dfern, weil Sie das mit M schon gekl\u00e4rt hat und Sie ja sehr enge Freunde sind, R weist Sie aber daruf hin, dass ein ZVR nicht besteht und Sie aussagen muss. Dies tut Sie dann auch.<br \/>\n2. Er hat in einer Bank gewartet bis ein Kunde kam, als Z kam und Geld abheben wollte hat er seine Karte in den Automat gesteckt und die PIN eingegeben. Pl\u00f6tzlich hat M ihn zur Seite geschubst und 500 Euro eingetippt und diese entnommen. Der Z war so ver\u00e4ngstigt, dass er nichts mehr dagegen tat. Verurteilt wegen <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/StGB\/249.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 249 StGB: Raub\">\u00a7 249 StGB<\/a><br \/>\n3. (3 Tage sp\u00e4ter) M fragt A, ob dieser 500 Euro wechseln k\u00f6nne. A sagt nein, er hat nicht soviel Geld bei sich. M fordert ihn auf das zu beweisen. A ist durch den &#8222;b\u00f6sen Blick&#8220; von M so eingesch\u00fcchtert, dass er das Portmonee hervorholt und sein Geld z\u00e4hlt. M nimmt blitzschnell das Portmonee, entnimmt die darin befindlichen 300 Euro und gibt A das Portmonee wieder und rennt weg. A verfolgt ihn, worauf hin M ruft, er solle Ihn nicht verfolgen, er m\u00f6chte doch nicht dass sein sch\u00f6nes Gesicht noch Kratzer abbekommt. A l\u00e4sst M entkommen.<br \/>\nLG verurteilt wegen <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/StGB\/249.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 249 StGB: Raub\">\u00a7 249 StGB<\/a><br \/>\nIn der Hauptverhandlung wird M vor dem LG M\u00fcnster von einem RA vertreten, dessen Zulassung wegen Verm\u00f6gensverfalls zur\u00fcckgenommen wurde (was M als komisch bezeichnet). Au\u00dferdem hat das LG den Wunsch seiner verlobten nicht respektiert, dass Sie nichts sagen m\u00f6chte, das kann ja wohl nicht wahr sein. Au\u00dferdem hat er da am Ende der Hauptverhandlung noch auf die komische Frage, &#8222;ob er das Urteil akzeptiere&#8220; nach R\u00fccksprache mit dem Richter ja gesagt. Er hofft, dass man da noch was machen kann.<br \/>\nDie StA hat keine Revision eingelegt.<\/p>\n<\/div>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;full_width_background&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider-border\"><\/div>[\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Bei den nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur vom M\u00e4rz 2020 im ersten Staatsexamen in Berlin.\u00a0Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0Juridicus.de. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings. [\/vc_column_text][vc_column_text] Pr\u00fcfungsfach:\u00a0 Strafrecht [\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Ged\u00e4chnisprotokoll: Dem Mandant&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1755,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2222,2221,55,1715],"tags":[],"class_list":["post-14963","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-staatsexamen-klausurprotokoll","category-klausurprotokoll","category-magazin","category-strafrecht-rechtsgebiet"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14963","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1755"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14963"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14963\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15486,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14963\/revisions\/15486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14963"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14963"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14963"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}