{"id":1503,"date":"2012-07-31T13:31:38","date_gmt":"2012-07-31T11:31:38","guid":{"rendered":"http:\/\/examensrelevant.de\/?p=1503"},"modified":"2018-12-14T02:27:13","modified_gmt":"2018-12-14T01:27:13","slug":"examensvorbereitung-in-drei-schritten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/examensvorbereitung-in-drei-schritten\/","title":{"rendered":"Examensvorbereitung in drei Schritten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Auf LTO.de ist am Freitag ein <a href=\"http:\/\/www.lto.de\/recht\/studium-referendariat\/s\/erfolgreich-lernen-fuers-staatsexamen-in-drei-schritten\/\" target=\"_blank\">interessanter Artikel<\/a> erschienen, der sich mit der richtigen Lernstrategie besch\u00e4ftigt. Basierend auf den Ausf\u00fchrungen von Frau Dr. Helga Esselborn in ihrem Buch &#8222;<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3825227553\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3825227553&amp;linkCode=as2&amp;tag=examensrelevant-21\" target=\"_blank\">Leichter lernen: Strategien f\u00fcr Pr\u00fcfung und Examen<\/a>&#8220; <span style=\"color: #999999;\">[Partnerlink]<\/span> werden drei Schritte f\u00fcr erfolgreiches Lernen aufgezeigt. Diese Schritte lassen sich meiner Meinung nach auch sehr gut auf die Examensvorbereitung anwenden. Die folgenden Ausf\u00fchrungen basieren auf eigenen Erfahrungen und Gespr\u00e4chen mit anderen Studenten und Referendaren und sind sicherlich nicht 1:1 auf jeden Lerntyp \u00fcbertragbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im <strong>ersten Schritt<\/strong> wird der Lernstoff <strong>aufgenommen<\/strong>, d.h. es werden klare Lernziele formuliert.F\u00fcr die juristischen Staatsexamina sollte daf\u00fcr unbedingt in die einschl\u00e4gigen gesetzlichen Grundlagen geschaut werden, denn diese enthalten wertvolle Hinweise auf den Erwartungshorizont des Pr\u00fcfungsamtes. In NRW enth\u00e4lt <a href=\"https:\/\/recht.nrw.de\/lmi\/owa\/br_text_anzeigen?v_id=2320031009101636983#det196763\" target=\"_blank\">\u00a7 11 II JAG NRW<\/a> den Pr\u00fcfungsstoff f\u00fcr das 1. Examen:<\/p>\n<blockquote><p>(2) Pflichtf\u00e4cher sind<\/p>\n<p>1. aus dem B\u00fcrgerlichen Gesetzbuch einschlie\u00dflich ausgew\u00e4hlter Nebengesetze:<\/p>\n<p>a) Buch 1 (Allgemeiner Teil);<\/p>\n<p>b) Buch 2 (Recht der Schuldverh\u00e4ltnisse), dabei Abschnitt 8 ohne die Titel 2, 11, 15, 18 und 25;<\/p>\n<p>c) im \u00dcberblick das Produkthaftungsgesetz sowie die Haftungsregelungen des Stra\u00dfenverkehrsgesetzes;<\/p>\n[usw.]<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach diesen Vorgaben sollte man sich nun einen groben <strong>Lernplan<\/strong> erstellen, der zun\u00e4chst nur die im Gesetz genannten Pflichtf\u00e4cher enth\u00e4lt. Dann nimmt man sich f\u00fcr jedes Pflichtfach entsprechende Lernmaterialien (B\u00fccher, Skripten, Vorlesungsmaterialien, Repunterlagen, \u00dcbersichten, <a href=\"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/kostenlose-lernmaterialien\/\" target=\"_blank\">Lernmaterialien aus dem Internet<\/a> etc.) zur Hand und f\u00fcllt den groben Lehrplan mit\u00a0einzelnen\u00a0Unterthemen auf. So k\u00f6nnten beispielsweise unter &#8222;BGB AT&#8220; folgende Unternehmen auftauchen [entnommen aus dem <a href=\"http:\/\/alpmann-schmidt.de\/Downloads\/Leseproben\/999167_web.pdf\" target=\"_blank\">Inhaltsverzeichnis des Alpmann-Schmidt-Skriptes BGB-AT<\/a>]: Rechtsgesch\u00e4fte (Willenserkl\u00e4rung, Vertrag, einseitige Rechtsgesch\u00e4fte, Auslegung), Bedingung\/Befristung, Vertretung, usw. Die Erstellung eines guten Lernplanes erfordert viel Zeit, sollte aber auf keinen Fall vernachl\u00e4ssigt werden. Im zweiten Schritt ist dieser n\u00e4mlich extrem hilfreich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im <strong>zweiten Schritt<\/strong> wird der Lernstoff <strong>aufbereitet<\/strong>, d.h. in eine &#8222;gut verdauliche&#8220; Form gebracht. Man hangelt sich anhand des Lernplans aus Schritt 1 durch die F\u00e4cher und erstellt zu jedem Thema die passenden Lernmaterialien. Das Wissen aus den Skripten, B\u00fcchern oder Repunterlagen muss strukturiert werden, um dauerhaft im Ged\u00e4chtnis zu bleiben. Hier muss jeder seinen eigenen Stil finden, die Meisten (auch ich) lernen jedoch am besten durch Visualisierung des Stoffes in Pr\u00fcfungsschemata, Zeitstrahle, Mindmaps oder einfach auf Karteikarten. Man sollte die Form der Visualisierung an den jeweiligen Lernstoff anpassen. Es n\u00fctzt n\u00e4mlich relativ wenig, sich f\u00fcr strafrechtliche Definitionen eine Mindmap oder einen Zeitstrahl anzulegen &#8211; hier bieten sich vielmehr Karteikarten (auch als Programm auf dem Computer\/Smartphone, z.B. <a href=\"http:\/\/ankisrs.net\/\" target=\"_blank\">Anki<\/a> &#8211; <a href=\"http:\/\/www.daboius.de\/lernen-mit-anki-interaktives-karteikartensystem\/\" target=\"_blank\">Vorstellung bei daboius<\/a>) an. Das eigene Aufbereiten des Lernstoffes hat den entscheidenden Vorteil, dass man sich schon beim Erstellen der Lernmaterialien Gedanken \u00fcber den Stoff machen muss. Diese wertvolle Denkarbeit f\u00e4llt beim Kauf von vorgefertigten Karteikarten komplett weg. Die so erstellten Lernmaterialien sollten w\u00e4hrend des Lernprozesses immer weiter erg\u00e4nzt und optimiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der <strong>dritte Schritt<\/strong>, die <strong>Speicherung<\/strong>, f\u00e4llt aufgrund der guten Vorarbeit nicht mehr schwer. Der aufbereitete Stoff wird wiederholt, bis er &#8222;sitzt&#8220;. Bei mir hat sich dabei ein Intervallsystem bew\u00e4hrt (\u00e4hnlich dem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lernkartei\" target=\"_blank\">Lernsystem nach Sebastian Leitner<\/a>), bei dem man\u00a0<span style=\"line-height: 24px;\">den Stoff<\/span><span style=\"line-height: 24px;\">\u00a0<\/span>in immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Zeitintervallen zur Hand nimmt und kontrolliert ob man ihn kann. Lernt man an einem Tag beispielsweise die Vertretung, so sollte dieses\u00a0Thema\u00a0direkt am n\u00e4chsten Tag wiederholt werden, dann nach einer Woche und dann nach einem Monat. Merkt man bei einer Wiederholung, dass der Stoff noch nicht sitzt, wird er ein Intervall &#8222;zur\u00fcckgestuft&#8220; und wird daher fr\u00fcher wiederholt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Falls ihr weitere hilfreiche Tipps und Lernstrategien habt, k\u00f6nnt ihr sie gerne mittels der Kommentarfunktion hier zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf LTO.de ist am Freitag ein interessanter Artikel erschienen, der sich mit der richtigen Lernstrategie besch\u00e4ftigt. Basierend auf den Ausf\u00fchrungen von Frau Dr. Helga Esselborn in ihrem Buch &#8222;Leichter lernen: Strategien f\u00fcr Pr\u00fcfung und Examen&#8220; [Partnerlink] werden drei Schritte f\u00fcr erfolgreiches Lernen aufgezeigt. Diese Schritte lassen sich meiner Meinung nach auch sehr gut auf die Examensvorbereitung anwenden. Die folgenden Ausf\u00fchrungen basieren auf eigenen Erfahrungen und Gespr\u00e4chen mit anderen Studenten und&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1755,"featured_media":1312,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[55],"tags":[482,841],"class_list":["post-1503","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-magazin","tag-examen","tag-lernen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1503","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1755"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1503"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1503\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13399,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1503\/revisions\/13399"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1503"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1503"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1503"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}