{"id":15065,"date":"2020-10-07T09:00:49","date_gmt":"2020-10-07T07:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/?p=15065"},"modified":"2021-04-14T12:35:54","modified_gmt":"2021-04-14T10:35:54","slug":"gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-1-staatsexamen-sachsen-anhalt-vom-februar-2020-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-1-staatsexamen-sachsen-anhalt-vom-februar-2020-2\/","title":{"rendered":"Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur zum 1. Staatsexamen &#8211; Sachsen-Anhalt vom Februar 2020"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer <strong>echten Klausur vom Februar 2020 im ersten Staatsexamen in Sachsen-Anhalt.<\/strong>\u00a0Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsfach:\u00a0 \u00d6ffentliches Recht<\/h2>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Ged\u00e4chnisprotokoll:<\/h2>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">In verschiedenen wissenschaftlichen Studien wird den deutschen Sch\u00fclern im internationalen Vergleich ein Defizit im Umgang mit (arbeitsrelevanten) Computerprogrammen bescheinigt. Um dem entgegenzuwirken schl\u00e4gt das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung den Entwurf eines \u201eBundesschulgesetzes\u201c (BBSG) vor, das im Kern die Einf\u00fchrung eines verpflichtenden Digitalisierungs-Unterricht vorsieht. In Abstimmung mit den anderen Ministerien bef\u00fcrwortet die Bundesregierung den Entwurf und will sich f\u00fcr dessen Verabschiedung einsetzen.<br \/>\nDazu erarbeitet die Bundesregierung eine (ausf\u00fchrliche) Gesetzesbegr\u00fcndung, in der es u.a. hei\u00dft: \u201eDas Gesetz soll die Zukunftsf\u00e4higkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland sicherstellen. K\u00fcnftig wird in allen Wirtschaftssektoren die Kenntnis von technischen\/digitalen Prozessen immer wichtiger und somit f\u00fcr die Arbeitskr\u00e4fte unerl\u00e4ssliche Berufsvoraussetzung. Auf Grund dieser gesamtgesellschaftlichen Bedeutung ist der Staat aus Sicht der Bundesregierung in der Pflicht, angehende Berufseinsteiger hierauf vorzubereiten. Hierzu soll der durch das BBSG vorgesehene verpflichtende Digitalisierungs-Unterricht dienen, den die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der im schulpflichtigen Alter wahrnehmen sollen.\u201c<br \/>\nUm etwaig bevorstehende Kompetenzstreitigkeiten \u00fcber die Gesetzgebungskompetenz hstl. des BBSG im Ansatz vorzubeugen, beabsichtigt die Bundesregierung, im Zuge der Verabschiedung des BBSG diese durch eine \u00c4nderung des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/74.html\" target=\"_blank\" title=\"Art. 74 GG\">Art. 74 GG<\/a> dem Bund zuzusprechen.<br \/>\nSo wird das BBSG als Artikelgesetz verfasst:<br \/>\n\u201eGesetz zu Einf\u00fchrung des\u00a0Bundesschulgesetzes<br \/>\nArtikel 1\u00a0\u2013 \u00c4nderung <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/74.html\" target=\"_blank\" title=\"Art. 74 GG\">Artikel 74<\/a> Grundgesetz<br \/>\nArtikel 1 sieht eine \u00c4nderung des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/74.html\" target=\"_blank\" title=\"Art. 74 GG\">Artikel 74<\/a> Grundgesetz vor. Der bisherige Wortlaut wird wie folgt ge\u00e4ndert:<br \/>\nAm Ende der Nummer 33. steht statt eines Punktes ein Semikolon. Weiterhin wird eine Nummer 34. eingef\u00fchrt. Diese erh\u00e4lt den Wortlaut<br \/>\n\u201adas Schulwesen\u2018.<br \/>\nAbsatz 2 bleibt unber\u00fchrt.<br \/>\nArtikel 2 &#8211; Bundesschulgesetz<br \/>\n\u00a7 1\u00a0An den Schulen wird das Pflichtschulfach Digitalisierung eingef\u00fchrt. Dieses Schulfach soll neben den anderen Pflichtf\u00e4chern unterrichtet werden.<br \/>\n\u00a7 2\u00a0Die Schulpflicht wird auf den Nachmittag ausgeweitet.<br \/>\n\u00a7 3\u00a0Die Landesregierungen und zust\u00e4ndigen Landesminister werden erm\u00e4chtigt, die konkreten Ausf\u00fchrungen zu regeln<br \/>\nArtikel 3 \u2013 Inkrafttreten<br \/>\nDas Gesetz tritt nach seiner Verk\u00fcndung am 01.01.2021 in Kraft.<br \/>\nDie Bundesregierung leitet den Entwurf des Gesetzes zu Einf\u00fchrung des Bundesschulgesetzes dem Bundesrat zu. Nachdem sie auch nach sieben Wochen keine R\u00fcckmeldung vom Bundesrat erhalten hat, bringt die Bundesregierung diesen als Gesetzesvorschlag in den Bundestag ein.<br \/>\nDort stimmen nach ordnungsgem\u00e4\u00dfer Lesung 506 von 709 Mitgliedern f\u00fcr das Gesetz. Anschlie\u00dfend erh\u00e4lt der Entwurf auch im Bundesrat die notwendige Mehrheit.<br \/>\nEinige Tage nachdem das Gesetz formgem\u00e4\u00df ausgefertigt wurde, reicht ein Abgeordneter des Bundestags &#8211; das f\u00fcr den Gesetzesentwurf gestimmt hat \u2013 sein Gesuch auf Niederlegung seines Mandats beim Bundestagspr\u00e4sidenten ein. Dieser kommt dem Ersuchen nach. Ein Nachfolger f\u00fcr das ausscheidende Mitglied steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest.<br \/>\nNach diesen Ereignissen wenden sich 177 Abgeordnete des Bundestags an das BVerfG. Sie erheben gegen das verabschiedete Gesetz folgende Einw\u00e4nde: Die \u00c4nderung sei bereits deshalb verfassungswidrig, weil die Grundgesetz\u00e4nderung \u201eversteckt\u201c im BBSG von der Bundesregierung \u201edurchgemogelt\u201c wurde. Des Weiteren bedeute es eine Kompetenz\u00fcberschreitung des Bundes. So verletze das Gesetz das vielfach im Grundgesetz verankerte \u2013 und u.a. durch die Ewigkeitsklausel gesch\u00fctzte \u2013 Bundesstaatsprinzip. Die Kompetenz der L\u00e4nder \u00fcber das Schulwesen folge einer langen verfassungshistorischen Verfestigung der Kompetenzverteilung zwischen Bund und L\u00e4ndern. Auch sei das BBSG sei nicht zweckm\u00e4\u00dfig (\u00a71), unangemessen (\u00a72) und zu unbestimmt (\u00a73).<br \/>\nEs ist davon auszugehen, dass sich in der aktuellen Legislaturperiode der BT aus 709 Mitgliedern zusammensetzt.<br \/>\nAufgabe:<br \/>\nErstellen sie ein Gutachten \u00fcber die Zul\u00e4ssigkeit und Begr\u00fcndetheit des Antrags. Notfalls ist ein Hilfsgutachten anzufertigen.<\/p>\n<\/div>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;full_width_background&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider-border\"><\/div>[\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Bei den nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur vom Februar 2020 im ersten Staatsexamen in Sachsen-Anhalt.\u00a0Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0Juridicus.de. 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