{"id":15158,"date":"2020-12-09T09:00:21","date_gmt":"2020-12-09T08:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/?p=15158"},"modified":"2021-04-14T09:39:21","modified_gmt":"2021-04-14T07:39:21","slug":"gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-1-staatsexamen-hamburg-vom-juni-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-1-staatsexamen-hamburg-vom-juni-2020\/","title":{"rendered":"Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur zum 1. Staatsexamen &#8211; Hamburg vom Juni 2020"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer <strong>echten Klausur vom Juni 2020 im ersten Staatsexamen in Hamburg.<\/strong>\u00a0Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsfach:\u00a0 \u00d6ffentliches Recht<\/h2>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Ged\u00e4chnisprotokoll:<\/h2>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Vorab Informationen und Hintergr\u00fcnde zum Attentat auf dem Oktoberfest M\u00fcnchen 1980.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Es gab die politische Gruppierung W, deren Verbindung zum Attentat unklar ist.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Die W wurde als rechtsextrem eingestuft und vom Verfassungsschutz beobachtet. Schlie\u00dflich wurde W verboten.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Es gab seinerzeit Ermittlungen gegen L (Mitglied von W) inklusive Durchsuchung und U-Haft. Der L erh\u00e4ngte sich in seiner Zelle.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Sp\u00e4ter geraten Informationen zum Einsatz von V Leuten des BfV an die \u00d6ffentlichkeit. Dabei wird auch \u00fcber Verbindungen zum Attentat spekuliert.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Der Bundestag setzt auf Antrag aller Fraktionen und mit stimmen alles Abgeordneten einen Untersuchungsausschuss ein.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Teil dieses achtk\u00f6pfigen UA sind die Abgeordneten N und R der G- und L- Fraktion.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Der UA hat folgende Untersuchungsgegenst\u00e4nde.<br \/>\n&#8211; War L V-Mann?<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&#8211; Ob und wie viele V-Leute waren in Gruppierung W zur Zeit des Attentats?<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&#8211; Wer waren diese V-Leute?<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">&#8211; Welche Infos haben die V-Leute vor dem Attentat an BfV gegeben?<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Entsprechende Akten werden als Beweise von Bundesinnenminister herausverlangt. Der verweigert die Herausgabe und beruft sich auf Kernaufgaben der Regierung, Schutz der V-Leute sowie Funktionsf\u00e4higkeit und Integrit\u00e4t des BfV.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Die G- und L-Fraktion halten das f\u00fcr rechtswidrig und stellen Antrag bei BVerfG<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferdem stellen alle Mitglieder der G- und L- Fraktionen und die Abgeordneten N und R Antr\u00e4ge beim BVerfG.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Die Mitglieder berufen sich auf 126a GO BT (alte Fassung abgedruckt), die Abgeordneten auf <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/PUAG\/18.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 18 PUAG: Vorlage von Beweismitteln\">\u00a7 18 PUAG<\/a>.<br \/>\nFrage:\u00a0Erfolgsaussichten der Antr\u00e4ge?<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">SR (25.06.2020)<b><br \/>\n<\/b>Die M ist durch ihr drittes Staatsexamen in Medizin gefallen. Sie hat eine Lebensgef\u00e4hrtin D, die Prof. Dr. Med. am UKE ist.<b><br \/>\n<\/b><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Die M geht in Wohnung der D ein und aus und entnimmt w\u00e4hrend deren Abwesenheit die Approbationsurkunde und das Studienabschlusszeugnis aus einem Sekret\u00e4r. Sie \u00dcberdeckt Daten der D mir Papierst\u00fccken auf denen ihre eigenen Daten stehen und kopiert die Dokumente so mehrmals. Am Ende sind Dokumente dennoch zweifelsfrei als Kopien erkennbar.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Wie geplant legt M Zeugnisse unversehrt zur\u00fcck in den Sekret\u00e4r.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Die M bewirbt sich per Post an der Asklepios Klinik St. Georg (GmbH) und schickt die Kopien mit.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Die Mitarbeiterin L (vertretungsbefugte Personalleiterin) erkennt die Dokumente als Kopien stellt die M aber dennoch zu 4600\u20ac brutto an. Die Originale sollen sp\u00e4ter nachgereicht werden.<br \/>\nDie M arbeitet als \u00c4rztin und soll eine Blinddarm OP bei P durchf\u00fchren.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Sie macht 6 cm langen unterbauchschnitt mit Skalpell, der aber medizinisch fachgerecht erfolgt.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Der P ist vollj\u00e4hrig und hatte vorher schriftlich eingewilligt, nachdem ihm die \u201e\u00c4rzte\u201c vorgestellt wurden. Er ging davon aus, alle seien approbiert.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Die M wei\u00df, dass P annahm sie sei approbierte \u00c4rztin, dachte jedoch, ihr Handeln sei trotzdem von der Einwilligung umfasst.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Das AK St. Georg findet alles raus und ficht den Arbeitsvertrag an. Sie verlangen Lohn von 9200\u20ac zur\u00fcck. Die<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">M hat allerdings, wie geplant, alles zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes ausgegeben.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Die D ist Leiterin der Herzchirurgie des UKE (Tr\u00e4ger FHH) und soll Material f\u00fcr die Station ausw\u00e4hlen und mit den Vertreibern \u00fcber entsprechende Kauf-\/Liefervertr\u00e4ge verhandeln.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Sie verhandelt mit der V-GmbH \u00fcber 25 Herzkatheter die 2000 \u20ac das St\u00fcck kosten.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Die V-GmbH und D vereinbaren, dass D dem Krankenhaus ein Angebot zu 2000\u20ac\/St\u00fcck vorlegt, in echt aber nur 1600\u20ac an die V-GmbH gehen und die \u00fcbrigen 400 \u20ac (insgesamt 14.000 \u20ac) jeweils von V auf ein Konto der D \u00fcberwiesen werden.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Die D legt dem zust\u00e4ndigen Mitarbeiter des UKE ein entsprechendes Angebot vor und der nimmt ohne eine zus\u00e4tzliche Pr\u00fcfung an. Die Katheter sind auch tats\u00e4chlich 2000 \u20ac wert.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Die V-GmbH \u00fcberweist 14.000 \u20ac an D, wovon diese 12.999 \u20ac f\u00fcr Forschungsmittel im Namen der Klinik ausgibt. Den Rest beh\u00e4lt sie f\u00fcr k\u00fcnftige Forschungsausgaben.<\/div>\n<\/div>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;full_width_background&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider-border\"><\/div>[\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Bei den nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur vom Juni 2020 im ersten Staatsexamen in Hamburg.\u00a0Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0Juridicus.de. 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