{"id":16043,"date":"2021-09-30T12:00:26","date_gmt":"2021-09-30T10:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/?p=16043"},"modified":"2021-09-24T12:24:11","modified_gmt":"2021-09-24T10:24:11","slug":"protokoll-der-muendlichen-pruefung-zum-2-staatsexamen-nrw-vom-juli-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/protokoll-der-muendlichen-pruefung-zum-2-staatsexamen-nrw-vom-juli-2021\/","title":{"rendered":"Protokoll der m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung zum 2. Staatsexamen &#8211; NRW vom Juli 2021"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den nachfolgenden anonymisierten Protokollen handelt es sich um eine Original-Mitschrift aus dem zweiten\u00a0Staatsexamen der\u00a0<strong>M\u00fcndlichen Pr\u00fcfung in NRW im Juli 2021<\/strong>. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weggelassen wurden die Angaben zum Pr\u00fcferverhalten. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsthemen: \u00d6ffentliches Recht<\/h2>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2>Vorpunkte der Kandidaten<\/h2>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<table width=\"643\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"189\">Kandidat<\/td>\n<td width=\"76\">1<\/td>\n<td width=\"76\">2<\/td>\n<td width=\"76\">3<\/td>\n<td width=\"76\">4<\/td>\n<td width=\"76\">5<\/td>\n<td width=\"76\">6<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Vorpunkte<\/td>\n<td width=\"76\">11,25<\/td>\n<td width=\"76\">2<\/td>\n<td width=\"76\">3<\/td>\n<td width=\"76\">4<\/td>\n<td width=\"76\">5<\/td>\n<td width=\"76\">6<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Aktenvortrag<\/td>\n<td width=\"76\">13<\/td>\n<td width=\"76\">4<\/td>\n<td width=\"76\">10<\/td>\n<td width=\"76\">6<\/td>\n<td width=\"76\">12<\/td>\n<td width=\"76\">11<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch<\/td>\n<td width=\"76\">13<\/td>\n<td width=\"76\">13<\/td>\n<td width=\"76\">10<\/td>\n<td width=\"76\">8<\/td>\n<td width=\"76\">9<\/td>\n<td width=\"76\">11<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Endnote<\/td>\n<td width=\"76\">11,95<\/td>\n<td width=\"76\">7,52<\/td>\n<td width=\"76\">8,27<\/td>\n<td width=\"76\">5,85<\/td>\n<td width=\"76\">8,7<\/td>\n<td width=\"76\">8,0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"189\">Endnote (1. Examen)<\/td>\n<td width=\"76\">11,14<\/td>\n<td width=\"76\"><\/td>\n<td width=\"76\"><\/td>\n<td width=\"76\"><\/td>\n<td width=\"76\"><\/td>\n<td width=\"76\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Zur Sache:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pr\u00fcfungsthemen: <\/strong>VGH NRW<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Paragraphen:<\/strong> <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/VwGO\/123.html\">\u00a73 Verf<\/a><u><\/u><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"line-height: 1.5;\">Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch:\u00a0<\/span><\/strong> verfolgt Zwischenthemen<\/p>\n[\/vc_column_text][vc_column_text]\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Pr\u00fcfer begann das Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch mit der Aufforderung, alle Gerichte in NRW aufzuz\u00e4hlen (nach Arten, nicht nach Orten). Obwohl eigentlich naheliegend, da der Pr\u00fcfer stellvertretender Richter am Verfassungsgerichtshof f\u00fcr das Land NRW in M\u00fcnster ist, fehlte dieses Gericht zun\u00e4chst in unserer Aufz\u00e4hlung. Der Pr\u00fcfer fragte, wie dieses Gericht korrekt bezeichnet wird und wozu es das gibt. Weiterhin fragte er nach der M\u00f6glichkeit einer\u00a0Verfassungsbeschwerde auf Landesebene und dem Verh\u00e4ltnis zur Verfassungsbeschwerde zum BVerfG.<br \/>\nSodann wollte er wissen, wer am VGH NRW entscheidet (\u00a7 2 VGHG NRW) und wie man dorthin kommt (\u00a7 4 VGHG NRW). Ankn\u00fcpfend an die Wahl der Richter des VGH NRW fragte der Pr\u00fcfer auch n\u00e4her nach, wie man sonst Richter wird (vielleicht auch, weil ich im Vorgespr\u00e4ch angesprochen habe, Richterin werden zu wollen). Hierzu schilderte ich den Bewerbungsprozess und den Umstand, dass bei den Gerichten Assessment Center durchgef\u00fchrt werden. Da ich in diesem Zusammenhang auch den Bezirksrichterrat erw\u00e4hnte, sollte dessen Zusammensetzung und Funktion erl\u00e4utert werden. Der Pr\u00fcfer fragte weiter, wer einen Richter ernennt (der Justizminister) und ob dieser frei entscheiden kann oder an die Entscheidung der Auswahlgremien gebunden ist (nein). Das Bewerbungsverfahren ist gesetzlich nicht geregelt. Auch nach dem Verfahren der Auswahl von Richtern in anderen Bundesl\u00e4ndern wurde gefragt (Richterwahlaussch\u00fcsse, Idee der Selbstverwaltung der Justiz), wobei der Pr\u00fcfer die Antwort hier letztlich teilweise vorgeben musste.<br \/>\nEr fragte weiter, welches Gremium es neben den Richterr\u00e4ten noch gibt: Das Pr\u00e4sidium. Es war zu er\u00f6rtern, wie sich dieses zusammensetzt (Wahl) und wof\u00fcr es zust\u00e4ndig ist, n\u00e4mlich f\u00fcr die Aufstellung des Gesch\u00e4ftsverteilungsplans, wobei der Pr\u00fcfer insoweit eine Antwort ohne Blick ins Gesetz erwartete.<br \/>\nAnschlie\u00dfend gingen wir ausf\u00fchrlich auf \u00a7 3 VGHG NRW ein. Nach \u00a7 3 I 3 VGHG NRW m\u00fcssen mindestens drei Mitglieder des Gerichts und ihre Stellvertreter Berufsrichter sein. Der Pr\u00fcfer schilderte diesbez\u00fcglich die Situation, dass ein Berufsrichter zum Verfassungsrichter ernannt wird und ohne ihn dieses Mindestquorum nicht erreicht wird. Noch vor Ablauf der Zehnjahresfrist des \u00a7 4 I 1 VGHG NRW trete er in den Ruhestand ein. Die Frage war, ob der Betroffene dennoch weiterhin als Berufsrichter im Sinne von \u00a7 3 I 3 VGHG NRW angesehen werden kann. In diesem Zusammenhang gingen wir auch auf \u00a7 8 VGHG NRW ein. Nach meinem Empfinden ging es an dieser Stelle des Pr\u00fcfungsgespr\u00e4chs vor allem um eine gute Argumentation, wobei ich die von uns er\u00f6rterten Argumente leider nicht mehr im Einzelnen erinnere. Es wurde aber unter anderem in Betracht gezogen, dass die Eigenschaft als Berufsrichter mit der Pensionierung durch Erreichen der Altersgrenze verloren gehen k\u00f6nnte. Ausschlaggebend f\u00fcr das Ergebnis, dass die Pensionierung aus Altersgr\u00fcnden der weiteren Eigenschaft als Berufsrichter im Sinne von \u00a7 3 I 3 VGHG NRW nicht entgegenstehen d\u00fcrfte, d\u00fcrfte das Argument gewesen sein, dass das VGHG NRW keine Altersh\u00f6chstgrenze f\u00fcr die Wahl zum Mitglied des VGH NRW vorsieht. Dies l\u00e4ge nahe, um das Erfordernis von Neuwahlen vor Ablauf der Zehnjahresfrist des \u00a7 4 I 1 VGHG NRW zu vermeiden.<br \/>\nAbschlie\u00dfend l\u00e4sst sich festhalten, dass das Pr\u00fcfungsgespr\u00e4ch inhaltlich sicherlich &#8211; auch f\u00fcr den Pr\u00fcfer &#8211; vergleichsweise ungew\u00f6hnlich verlief. Das mag aber auch darin begr\u00fcndet liegen, dass unsere vorherigen Pr\u00fcfungsgespr\u00e4che im Zivil- und Strafrecht stark materiell-rechtlich gepr\u00e4gt waren und wenig spezifische Inhalte des Referendariats abfragten.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Bei den nachfolgenden anonymisierten Protokollen handelt es sich um eine Original-Mitschrift aus dem zweiten\u00a0Staatsexamen der\u00a0M\u00fcndlichen Pr\u00fcfung in NRW im Juli 2021. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0Juridicus.de. Weggelassen wurden die Angaben zum Pr\u00fcferverhalten. Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings. 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