{"id":16186,"date":"2021-12-11T09:00:31","date_gmt":"2021-12-11T08:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/?p=16186"},"modified":"2021-12-06T10:28:35","modified_gmt":"2021-12-06T09:28:35","slug":"gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-2-staatsexamen-saarland-vom-august-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-2-staatsexamen-saarland-vom-august-2021\/","title":{"rendered":"Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur zum 2. Staatsexamen &#8211; Saarland vom August 2021"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsfach:\u00a0 \u00d6ffentliches Recht<\/h2>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Ged\u00e4chtnisprotokoll:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im ersten Teil ging es um eine Verfassungsbeschwerde vor dem BVerfG. Der Beschwerdef\u00fchrer war drogens\u00fcchtig und aufgrund seiner Beschaffungskriminalit\u00e4t schon mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten und auch zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. Deren Erziehungseffekt bleib jedoch aus, denn bereits kurz nach seiner letzten Entlassung machte er sich dringend tatverd\u00e4chtig einen Wohnungseinbruchsdiebstahl zur Entwendung von Wertgegenst\u00e4nden i.H.v. 500 \u20ac begangen zu haben. Auf dem Weg zur Wohnung soll er beim Versuch, Wertgegenst\u00e4nde aus Kfz zu entwenden, diese besch\u00e4digt haben. Aufgrund dessen erl\u00e4sst der Richter am AG einen Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr gem. 112a I 1 Nr. 2 StPO. Auf die daraufhin veranlasste Haftpr\u00fcfung des Beschwerdef\u00fchrers hebt das AG den Haftbefehl wieder auf. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird der Haftbefehl durch das LG unter umfassender Abw\u00e4gung aller Umst\u00e4nde, jedoch ohne Zitierung der Grundrechte doch wieder in Vollzug gesetzt. Daraufhin legt der Beschwerdef\u00fchrer Beschwerde beim OLG ein. Dieses weist die Beschwerde als unbegr\u00fcndet ab und verweist insbesondere darauf, dass es bei der Beurteilung einer &#8220; die Rechtsordnung schwerwiegend beeintr\u00e4chtigenden Straftat&#8220; nicht auf den Wert der zu stehlenden Gegenst\u00e4nde (500 \u20ac) ankomme. Das OLG hatte sich umfassend mit der Beurteilung des LG auseinandergesetzt. Daraufhin kommt der Beschwerdef\u00fchrer wieder in Untersuchungshaft. Er erhebt Verfassungsbeschwerde vor dem BVerfG, in der er die Verletzung seiner &#8222;k\u00f6rperlichen Bewegungsfreiheit&#8220; und seiner &#8222;allgemeinen Handlungsfreiheit&#8220; durch den Beschluss des OLG r\u00fcgt. In der Klausur sollten folgende Probleme begutachtet werden: &#8211; Zust\u00e4ndigkeit des BVerfG f\u00fcr die Verfassungsbeschwerde trotz des landesinternen Instanzenzuges? &#8211; war es ausreichend, dass sich der Beschwerdef\u00fchrer nur gegen den Beschluss des OLG wendete? &#8211; ausreichende Bezeichnung der betroffenen Grundrechte durch den Beschwerdef\u00fchrer? &#8211; Darf das BVerfG die Anwendung des Fachrechts durch das OLG \u00fcberpr\u00fcfen? Teil 2 Der Bundestag hat das Ministerium f\u00fcr Finanzen in einem Haushaltsgesetz zur \u00dcberschreitung der Kreditobergrenze gem. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/115.html\" target=\"_blank\" title=\"Art. 115 GG\">Art. 115 GG<\/a> erm\u00e4chtigt. Dabei hatte der Bundestag in einem ordnungsgem\u00e4\u00df gefassten Beschluss festgestellt, dass die Corona Pandemie eine Notsituation i.S.d. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/GG\/115.html\" target=\"_blank\" title=\"Art. 115 GG\">Art. 115 II 6 GG<\/a> darstellt. Das Ministerium f\u00fcr Finanzen beabsichtigte jedoch, den Bereich &#8222;Umwelt und Klimaschutz&#8220; zu einem Teil mithilfe dieser Kreditm\u00f6glichkeit zu finanzieren. Das Ministerium geht davon aus, dass der Bundestag aufgrund seiner umfassenden demokratischen Legitimation eine solche Entscheidung treffen konnte. &#8211; Ist das Gesetz verfassungswidrig? &#8211; Kann die Fraktion (80 von 709 Abgeordneten), die das Gesetz f\u00fcr verfassungswidrig und nichtig h\u00e4lt einen Antrag vor dem BVerfG stellen? &#8211; Kann die Fraktion oder k\u00f6nnen alle Abgeordneten gegen den Bundestag ein Verfahren vor dem BVerfG einleiten?<\/p>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den obigen Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer <strong>echten Klausur vom August 2021 im zweiten Staatsexamen im Saarland.<\/strong>\u00a0Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;full_width_background&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider-border\"><\/div>[\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Pr\u00fcfungsfach:\u00a0 \u00d6ffentliches Recht [\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Ged\u00e4chtnisprotokoll: Im ersten Teil ging es um eine Verfassungsbeschwerde vor dem BVerfG. Der Beschwerdef\u00fchrer war drogens\u00fcchtig und aufgrund seiner Beschaffungskriminalit\u00e4t schon mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten und auch zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. 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