{"id":17660,"date":"2024-08-28T09:00:38","date_gmt":"2024-08-28T07:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/?p=17660"},"modified":"2024-08-20T11:31:57","modified_gmt":"2024-08-20T09:31:57","slug":"gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-1-staatsexamen-nrw-vom-maerz-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/gedaechtnisprotokoll-einer-echten-klausur-zum-1-staatsexamen-nrw-vom-maerz-2024\/","title":{"rendered":"Ged\u00e4chtnisprotokoll einer echten Klausur zum 1. Staatsexamen &#8211; NRW vom M\u00e4rz 2024"},"content":{"rendered":"[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<h2>Pr\u00fcfungsfach: \u00a0Zivilrecht<\/h2>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]\n<h2 style=\"text-align: justify;\">Ged\u00e4chtnisprotokoll:<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Mandantin hat selbst vor dem AG gegen ihren Vermieter geklagt. Sie hat dort 1.) 4.000, &#8211; Euro f\u00fcr eine Handwerkerrechnung (Reparatur einer defekten T\u00fcr ihrer Wohnung auf Bestellung des V) verlangt, weil die an den V adressierte Rechnung in ihrem Briefkasten gelandet ist (der Handwerker kannte die Adresse des V nicht). Sie hat den V deshalb kontaktiert und informiert, der wollte nichts veranlassen. M hat die Rechnung beglichen, weil die Zahlungsfrist an dem Tag abgelaufen ist. M hat im Verwendungszweck darauf verwiesen, dass sie die Rechnung f\u00fcr V bezahlt. Der V hat Erstattung an M abgelehnt, hilfsweise wollte er mit eigenen Anspr\u00fcchen aufrechnen, falls das Gericht den Anspruch der M bejaht, weil der Defekt der T\u00fcr wohl auf Ms Verschulden beruht (aber V hat keinen wirklichen Beweis daf\u00fcr angeboten). Mit Antrag 2.) begehrte M die Trennung der Stromkreise hinsichtlich ihrer Wohnung und dem Allgemeinstrom. Der Allgemeinstrom l\u00e4uft bisher ebenfalls \u00fcber ihren Z\u00e4hler. Dar\u00fcber hinaus begehrt M in diesem Antrag die Installation eines separaten Stromz\u00e4hlers f\u00fcr den Allgemeinstrom. Die Klage wird abgewiesen, Antrag 2. sei schon unzul\u00e4ssig, weil der Lebensgef\u00e4hrte der M &#8211; der mittlerweile auch im Mietvertrag steht &#8211; nicht mitgeklagt hat. Antrag 1. sei unbegr\u00fcndet, da keine AGL ersichtlich. M legt daraufhin am letzten Tag der Berufungsfrist selbst Berufung ein. Das Gericht erl\u00e4sst nach Ablauf der Berufungsfrist einen Beschluss, dass es beabsichtigt die Klage zu verwerfen, weil M vor dem LG nicht postulationsf\u00e4hig ist. Die RMB im Ausgangsurteil hatte aber keinen Hinweis darauf, dass Anwaltszwang f\u00fcr die Berufung gilt. Wie ist zu verfahren? Die Stellungnahmefrist auf den Beschluss des LG hat gerade erst begonnen. War wieder viel zu schreiben und zu bl\u00e4ttern, alles eingebaut in ein laufendes Berufungsverfahren mit Schriftsatz an das Gericht&#8230; Habe die Pr\u00fcfung der Zul\u00e4ssigkeit der Berufung, Wiedereinsetzung wegen fehlerhafter RMB, Pr\u00fcfungsumfang der Berufung, hier nur in rechtlicher Hinsicht, weil die Tatsachen wohl im Wesentlichen zutreffend sind: Zul\u00e4ssigkeit der urspr\u00fcnglichen Klage, Begr\u00fcndetheit der Antr\u00e4ge, alles bejaht, Anspruch aus unberechtigter GoA (hier 684) i.V.m. 812 (M hat V von seiner Zahlungspflicht befreit, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/267.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 267 BGB: Leistung durch Dritte\">\u00a7\u00a7 267<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/362.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 362 BGB: Erl&ouml;schen durch Leistung\">362 BGB<\/a>, aus Sicht des Handwerker Leistung von V an M), keine Ahnung, ob das so richtig war, auf jeden Fall hier am meisten geschrieben. Antrag 2. habe ich nicht auf M\u00e4ngelgew\u00e4hrleistungsrechte abgestellt, sondern auf <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/535.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 535 BGB: Inhalt und Hauptpflichten des Mietvertrags\">\u00a7\u00a7 535<\/a>, <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/241.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 241 BGB: Pflichten aus dem Schuldverh&auml;ltnis\">241 Abs. 2 BGB<\/a> als Nebenpflicht abgestellt, auch keine Ahnung, ob das stimmt. Der Schriftsatz war auch nicht ohne, weil die richtige Formulierung der ganzen Antr\u00e4ge nicht locker von der Hand ging. (Wiedereinsetzung, Einlegung der Berufung, Antrag auf Aufhebung des AG-Urteil, Antrag zu 1. und 2. einger\u00fcckt nur angek\u00fcndigt).<\/p>\n[\/vc_column_text]<div  class=\"divider\"><\/div>[vc_column_text]\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den obigen Klausurprotokoll handelt es sich um das Ged\u00e4chtnisprotokoll einer <strong>echten Klausur vom M\u00e4rz 2024 im ersten Staatsexamen in NRW. <\/strong>Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs\u00a0<a href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/pruefungsprotokolle\">Juridicus.de<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schilderung des Falles und die L\u00f6sung beruhen ausschlie\u00dflich auf der Wahrnehmung des Pr\u00fcflings.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;full_width_background&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;]<div  class=\"divider-border\"><\/div>[\/vc_column][\/vc_row]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Pr\u00fcfungsfach: \u00a0Zivilrecht [\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row type=&#8220;in_container&#8220; scene_position=&#8220;center&#8220; text_color=&#8220;dark&#8220; text_align=&#8220;left&#8220; overlay_strength=&#8220;0.3&#8243;][vc_column column_padding=&#8220;no-extra-padding&#8220; column_padding_position=&#8220;all&#8220; background_color_opacity=&#8220;1&#8243; background_hover_color_opacity=&#8220;1&#8243; width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Ged\u00e4chtnisprotokoll: Die Mandantin hat selbst vor dem AG gegen ihren Vermieter geklagt. 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