{"id":2319,"date":"2014-10-02T08:00:04","date_gmt":"2014-10-02T06:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/examensrelevant.de\/?p=2319"},"modified":"2018-12-14T02:27:11","modified_gmt":"2018-12-14T01:27:11","slug":"grundlagenwissen-der-wegfall-der-aufschiebenden-wirkung-nach-%c2%a7-80b-i-vwgo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/grundlagenwissen-der-wegfall-der-aufschiebenden-wirkung-nach-%c2%a7-80b-i-vwgo\/","title":{"rendered":"Pr\u00fcfungswissen: Der Wegfall der aufschiebenden Wirkung nach \u00a7 80b I VwGO"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/VwGO\/80b.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 80b VwGO [Ende der aufschiebenden Wirkung]\">\u00a7 80b I S. 1 VwGO<\/a> endet die aufschiebende Wirkung von Widerspruch und Anfechtungsklage nicht nur mit der Bestandskraft eines Verwaltungsakts, sondern au\u00dferdem in einem bestimmten Zeitpunkt nach gerichtlicher Abweisung der Anfechtungsklage. Diese Befristung der aufschiebenden Wirkung gilt gem\u00e4\u00df \u00a7 80b Abs. 1 S. 2 auch im Falle einer beh\u00f6rdlichen Aussetzung der Vollziehung und einer gerichtlichen Herstellung der aufschiebenden Wirkung, es sei denn, die Beh\u00f6rde hat die Vollziehung bis zur Unanfechtbarkeit ausgesetzt.<br \/>\nWenn eine Anfechtungsklage im ersten Rechtszug erfolglos geblieben ist, ist es nach der <strong>gesetzgeberischen Intention<\/strong> grunds\u00e4tzlich nicht gerechtfertigt, dass die aufschiebende Wirkung auch noch w\u00e4hrend eines eventuellen Rechtsmittelverfahrens besteht.<br \/>\nTatbestandliche Voraussetzung f\u00fcr die gesetzliche Beendigung einer gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/VwGO\/80.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 80 VwGO [Aufschiebende Wirkung, vorl&auml;ufiger Rechtsschutz]\">\u00a780 I VwGO<\/a> bestehenden aufschiebenden Wirkung sind:<br \/>\n<strong>\u2022<\/strong> Klageabweisung<br \/>\n<strong>\u2022<\/strong> Anfechtungsklage als Rechtsbehelf<br \/>\n<strong>\u2022<\/strong> und erstinstanzliche Entscheidung.<br \/>\nLiegen diese Voraussetzungen vor, so endet die aufschiebende Wirkung <strong>drei Monate nach Ablauf der gesetzlichen Begr\u00fcndungsfrist<\/strong> des gegen die abweisende Entscheidung gegebenen Rechtsmittels.<br \/>\nGegen erstinstanzliche Urteile ist entweder &#8211; bei Zulassung der Berufung im Urteil nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/VwGO\/124a.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 124a VwGO [Zulassung der Berufung; Fristen; Verfahren bei Antrag auf Zulassung]\">\u00a7 124a I 1 VwGO<\/a> &#8211; die Berufung als Rechtsmittel gegeben oder die Zulassung der Berufung muss in einem einer gesonderten Verfahren vor dem OVG nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/VwGO\/124a.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 124a VwGO [Zulassung der Berufung; Fristen; Verfahren bei Antrag auf Zulassung]\">\u00a7 124a IV VwGO<\/a> erstritten werden. Im Falle einer Zulassung der Berufung durch das VG (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/VwGO\/124a.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 124a VwGO [Zulassung der Berufung; Fristen; Verfahren bei Antrag auf Zulassung]\">\u00a7 124a I 1 VwGO<\/a>) endet die aufschiebende Wirkung f\u00fcnf Monate nach Zustellung des vollst\u00e4ndigen (die Klage abweisenden) Urteils. In dieser Konstellation ist dem durch <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/VwGO\/80b.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 80b VwGO [Ende der aufschiebenden Wirkung]\">\u00a7 80b I 1 Alt. 2 VwGO<\/a> vorgegebenen Zeitraum von drei Monaten die Begr\u00fcndungsfrist von zwei Monaten nach \u00a7 124a III 1 hinzuzurechnen.<br \/>\nMuss ein Berufungszulassungsverfahren durchgef\u00fchrt werden so endet die aufschiebende Wirkung f\u00fcnf Monate nach Zustellung des vollst\u00e4ndigen Urteils des VG. Der Frist von drei Monaten nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/VwGO\/80b.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 80b VwGO [Ende der aufschiebenden Wirkung]\">\u00a7 80b I 1 Alt. 2 VwGO<\/a> ist die Begr\u00fcndungsfrist von zwei Monaten gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/VwGO\/124a.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 124a VwGO [Zulassung der Berufung; Fristen; Verfahren bei Antrag auf Zulassung]\">\u00a7 124a IV 4 VwGO<\/a> hinzuzurechnen. Wird der Antrag auf Zulassung der Berufung vom OVG bereits vorher abgelehnt, endet die aufschiebende Wirkung mit der Wirksamkeit dieses\u00a0 eschlusses, der das Urteil des VG rechtskr\u00e4ftig werden l\u00e4sst (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/VwGO\/124a.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 124a VwGO [Zulassung der Berufung; Fristen; Verfahren bei Antrag auf Zulassung]\">\u00a7 124a V 4 VwGO<\/a>).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ver\u00f6ffentlicht in der <a title=\"Zeitschriftenauswertung (ZA)\" href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/ZA\/konzept.html\">Zeitschriftenauswertung (ZA)<\/a> Februar 2014<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach \u00a7 80b I S. 1 VwGO endet die aufschiebende Wirkung von Widerspruch und Anfechtungsklage nicht nur mit der Bestandskraft eines Verwaltungsakts, sondern au\u00dferdem in einem bestimmten Zeitpunkt nach gerichtlicher Abweisung der Anfechtungsklage. Diese Befristung der aufschiebenden Wirkung gilt gem\u00e4\u00df \u00a7 80b Abs. 1 S. 2 auch im Falle einer beh\u00f6rdlichen Aussetzung der Vollziehung und einer gerichtlichen Herstellung der aufschiebenden Wirkung, es sei denn, die Beh\u00f6rde hat die Vollziehung bis&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1755,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1711,55],"tags":[],"class_list":["post-2319","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-offentliches-recht-rechtsgebiet","category-magazin"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2319","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1755"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2319"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2319\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4758,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2319\/revisions\/4758"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2319"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}