{"id":2444,"date":"2015-03-04T08:00:54","date_gmt":"2015-03-04T06:00:54","guid":{"rendered":"http:\/\/examensrelevant.de\/?p=2444"},"modified":"2018-12-14T02:26:51","modified_gmt":"2018-12-14T01:26:51","slug":"grundlagenwissen-der-grundbuchberichtigungsanspruch-%c2%a7-894-bgb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/grundlagenwissen-der-grundbuchberichtigungsanspruch-%c2%a7-894-bgb\/","title":{"rendered":"Pr\u00fcfungswissen: Der Grundbuchberichtigungsanspruch, \u00a7 894 BGB"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hinweis:<\/strong> Einf\u00fchrung zu der Entscheidungsbesprechung:\u00a0Wirkung des stattgebenden Urteils \u00fcber Grundbuchberichtigungsanspruch (OLG M\u00fcnchen; Beschluss vom 20.02.2012 \u2013 Wx 6\/12). Die Entscheidungsbesprechung wird heute mittag ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">OLG M\u00fcnchenDer Grundbuchberichtigungsanspruch setzt voraus, dass die Buchlage von der wirklichen Rechtslage zu Lasten des Anspruchstellers abweicht. Mit dem Grundbuchberichtigungs-anspruch soll daher keine \u00c4nderung der Rechtslage herbeigef\u00fchrt, sondern das Grundbuch an die schon bestehende, dingliche Rechtslage angepasst werden.<\/p>\n<p><strong>I. Unrichtigkeit des Grundbuchs<\/strong><br \/>\nZun\u00e4chst muss die Unrichtigkeit des Grundbuchs festgestellt werden.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Daf\u00fcr sind zun\u00e4chst der Grundbuchinhalt und sein Aussagegehalt zu ermitteln.<\/li>\n<li>Danach ist festzustellen, wie sich die dingliche Rechtslage tats\u00e4chlich darstellt.<\/li>\n<li>Weichen Grundbuchlage und wirkliche Rechtslage voneinander an, so ist das Grundbuch unrichtig.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>II. Beeintr\u00e4chtigung des Anspruchstellers<\/strong><br \/>\nDer Grundbuchberichtigungsanspruch h\u00e4ngt im Weiteren davon ob, ob die Unrichtigkeit des Grundbuchs auch gerade zu Lasten des Anspruchstellers gegeben ist. Ist das Grundbuch zwar unrichtig, der Anspruchsteller aber nicht der nach der dinglichen Rechtslage wirklich Berechtigte, so steht ihm auch kein Grundbuchberichtigungsanspruch zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>III. Betroffenheit des Anspruchsgegners<\/strong><br \/>\nDar\u00fcber hinaus muss die Rechtslage dergestalt zugunsten des Anspruchsgegners abweichen, dass dieser seine Zustimmung zur \u00c4nderung des Grundbuchs erteilen m\u00fcsste. Ist dies der Fall, so kann seine Zustimmung nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/894.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 894 BGB: Berichtigung des Grundbuchs\">\u00a7 894 BGB<\/a> durch das klagestattgebende Urteil ersetzt werden.<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlicht in der <a title=\"Zeitschriftenauswertung (ZA)\" href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/ZA\/konzept.html\">Zeitschriftenauswertung (ZA)<\/a> M\u00e4rz 2013<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis: Einf\u00fchrung zu der Entscheidungsbesprechung:\u00a0Wirkung des stattgebenden Urteils \u00fcber Grundbuchberichtigungsanspruch (OLG M\u00fcnchen; Beschluss vom 20.02.2012 \u2013 Wx 6\/12). Die Entscheidungsbesprechung wird heute mittag ver\u00f6ffentlicht. OLG M\u00fcnchenDer Grundbuchberichtigungsanspruch setzt voraus, dass die Buchlage von der wirklichen Rechtslage zu Lasten des Anspruchstellers abweicht. 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