{"id":2802,"date":"2015-03-20T08:00:14","date_gmt":"2015-03-20T06:00:14","guid":{"rendered":"http:\/\/examensrelevant.de\/?p=2802"},"modified":"2018-12-14T02:26:49","modified_gmt":"2018-12-14T01:26:49","slug":"grundlagenwissen-abgrenzungen-zwischen-werk-und-dienstvertrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/grundlagenwissen-abgrenzungen-zwischen-werk-und-dienstvertrag\/","title":{"rendered":"Pr\u00fcfungswissen: Abgrenzungen zwischen Werk- und Dienstvertrag"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hinweis:<\/strong> Einf\u00fchrung zu der Entscheidungsbesprechung: Kein Leistungsverweige-rungsrecht wegen M\u00e4ngeln der Dienstleistung (OLG D\u00fcsseldorf; Urteil vom 31.05.2011 \u2212 24 U 58\/\u00ad11). Die Entscheidungsbesprechung wird heute mittag ver\u00f6ffentlicht.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Werkvertrag &#8211; Arbeitsergebnis ist geschuldet<\/strong><br \/>\nVerpflichteter hat f\u00fcr die Verwirklichung des angestrebten Erfolges einzustehen (= Unter-\u00a0 nehmerrisiko)<br \/>\n<strong>&#8211;<\/strong> Entgelt nur bei Erfolgseintritt.<br \/>\n<strong>&#8211;<\/strong> Leistung muss i.d.R. nicht pers\u00f6nlich erbracht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dienstvertrag &#8211; Dienstleistung ist geschuldet<\/strong><br \/>\nVerpflichteter muss nur Dienst ordnungsgem\u00e4\u00df aus\u00fcben. Das Risiko des Nichteintritts eines Arbeitserfolges tr\u00e4gt er nicht.<br \/>\n<strong>&#8211;<\/strong> Entgelt auch ohne Erfolgseintritt.<br \/>\n<strong><strong>&#8211;<\/strong> <\/strong>Leistung muss pers\u00f6nlich erbracht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Abgrenzung kann nicht allein nach der <strong>Art oder dem Gegenstand<\/strong> der geschuldeten T\u00e4tigkeit vorgenommen werden. Es kommt vielmehr auf die vertragliche Vereinbarung zwischen den Parteien an.<br \/>\nAuch die <strong>Art der vereinbarten Verg\u00fctung<\/strong> l\u00e4sst keinen sicheren Schluss auf die Art des Vertrages zu. So kann auch der Lohn aus einem Dienstvertrag an dem eingetretenen Arbeitserfolg festgemacht werden (z.B. Akkordlohn), andererseits ist auch bei einem Werkvertrag eine Abrechnung entsprechend dem zeitlichen Aufwand des Unternehmers (z.B. Stundens\u00e4tze) m\u00f6glich.<br \/>\nAuch die <strong>rechtliche Stellung<\/strong> (Arbeitnehmer \/ Selbst\u00e4ndiger) gegen\u00fcber dem Auftraggeber f\u00fchrt nicht zwingend zu einer bestimmten Einordnung des Vertragsverh\u00e4ltnisses. Zwar ist davon auszugehen, dass ein <strong>Arbeitnehmer<\/strong> stets in einem dienstvertraglichen Verh\u00e4ltnis zu seinem Arbeitgeber steht. Jedoch ist bei <strong>Selbst\u00e4ndigen<\/strong> nicht zwangsl\u00e4ufig von einem Werkvertrag auszugehen. Auch Selbst\u00e4ndige k\u00f6nnen sich durch Dienstvertr\u00e4ge verpflichten, ohne dadurch zu abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten zu werden; andererseits kann auch der Werkunternehmer engen Vorgaben durch den Besteller unterliegen.<br \/>\nWerden allerdings die<strong> Arbeitsmittel<\/strong> gestellt und die Arbeiten in den <strong>R\u00e4umlichkeiten des Auftraggebers<\/strong> ausgef\u00fchrt, der zudem die Arbeiten im Einzelnen \u00fcberwacht, so kann von einem <strong>Dienstvertrag<\/strong> ausgegangen werden.<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlicht in der <a title=\"Zeitschriftenauswertung (ZA)\" href=\"http:\/\/www.juridicus.de\/ZA\/konzept.html\">Zeitschriftenauswertung (ZA)<\/a> M\u00e4rz 2012<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hinweis: Einf\u00fchrung zu der Entscheidungsbesprechung: Kein Leistungsverweige-rungsrecht wegen M\u00e4ngeln der Dienstleistung (OLG D\u00fcsseldorf; Urteil vom 31.05.2011 \u2212 24 U 58\/\u00ad11). Die Entscheidungsbesprechung wird heute mittag ver\u00f6ffentlicht. Werkvertrag &#8211; Arbeitsergebnis ist geschuldet Verpflichteter hat f\u00fcr die Verwirklichung des angestrebten Erfolges einzustehen (= Unter-\u00a0 nehmerrisiko) &#8211; Entgelt nur bei Erfolgseintritt. &#8211; Leistung muss i.d.R. nicht pers\u00f6nlich erbracht werden.<\/p>\n","protected":false},"author":1755,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[47,55,1703],"tags":[],"class_list":["post-2802","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-magazin","category-zivilrecht-rechtsgebiet"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2802","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1755"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2802"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2802\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4690,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2802\/revisions\/4690"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2802"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2802"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2802"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}