{"id":7669,"date":"2016-07-15T12:00:26","date_gmt":"2016-07-15T10:00:26","guid":{"rendered":"http:\/\/examensrelevant.de\/?p=7669"},"modified":"2018-12-12T19:55:45","modified_gmt":"2018-12-12T18:55:45","slug":"repetitorium-zum-polizei-und-ordnungsrecht-fall-7-unterhaltung-fuer-die-kurgaeste-aufgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/repetitorium-zum-polizei-und-ordnungsrecht-fall-7-unterhaltung-fuer-die-kurgaeste-aufgabe\/","title":{"rendered":"Repetitorium zum Polizei- und Ordnungsrecht &#8211; Fall 7: Unterhaltung f\u00fcr die Kurg\u00e4ste &#8211; Aufgabe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Fall\u00a0besch\u00e4ftigt sich mit der <strong>einstweiligen Anordnung nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/VwGO\/123.html\" target=\"_blank\" title=\"&sect; 123 VwGO [Einstweilige Anordnung]\">\u00a7 123 VwGO<\/a><\/strong> sowie mit Fragen des <strong>Gastst\u00e4ttenrechts,<\/strong> insbesondere der <strong>Sperrzeit<\/strong> und der Selbstbindung der Verwaltung bei <strong>Kettenverwaltungsakten<\/strong> unter <strong>Widerrufsvorbehalt.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-weight: inherit; font-style: inherit; color: #008000;\">Die L\u00f6sung zu diesem Fall wird am<strong>\u00a018.07.2016<\/strong> zur Verf\u00fcgung gestellt!<br \/>\nDen gr\u00f6\u00dften Lerneffekt erzielt Ihr, wenn Ihr erstmal versucht, den Fall durchzul\u00f6sen, um dann mit der L\u00f6sung den Lernerfolg zu \u00fcberpr\u00fcfen und L\u00fccken zu schlie\u00dfen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fall 7 &#8211; Unterhaltung f\u00fcr die Kurg\u00e4ste<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gastwirt G betreibt seit Januar 2002 in der Kurstadt S in Nordrhein-Westfalen einen Biergarten mit Vergn\u00fcgungspark. Dieser liegt auf dem Gel\u00e4nde eines stillgelegten S\u00e4gewerkes, dessen Grundst\u00fccksgrenzen etwa 1.500 m von den n\u00e4chsten Wohnh\u00e4usern des Ortes entfernt liegen. Eine ausreichende Zahl von Parkpl\u00e4tzen ist vorhanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 01.02.2002 erteilte der B\u00fcrgermeister der Stadt S dem G die Erlaubnis, den Betrieb in den N\u00e4chten auf Samstag und Sonntag bis 5.00 Uhr und in den \u00fcbrigen N\u00e4chten der Woche bis 3.00 Uhr durchzuf\u00fchren. Die Erlaubnis war bis zum 31.03.2002 befristet und unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs erteilt worden. G wurde in dem Bescheid darauf hin\u00adgewiesen, dass die Erlaubnis unverz\u00fcglich widerrufen werde, wenn sein Be\u00adtrieb zu begr\u00fcndeten Beschwerden Anlass geben sollte. Au\u00dferdem k\u00f6nne aus der Erlaubnis nicht geschlossen werden, dass die Sperrzeit auch in Zukunft regelm\u00e4\u00dfig verk\u00fcrzt werde. In der Folgezeit wurden G auf Antrag dreimal gleichlautende Erlaubnisse, letztmals befristet bis zum 31.12.2002 erteilt. Beschwerden gegen den Betrieb des G gab es nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Bescheid vom 15.12.2002 gestattete der B\u00fcrgermeister der Stadt S dem G zwar noch, seinen Betrieb mit Beginn des Jahres 2003 bis zum 31.03.2003 in der N\u00e4chten zum Samstag und Sonntag bis 5.00 Uhr zu \u00f6ffnen, lehnte jedoch eine Sperrzeitverk\u00fcrzung f\u00fcr die \u00fcbrigen Wochentage ab. Er begr\u00fcndete die Ab\u00adlehnung mit dem besonderen Ruhebed\u00fcrfnis der Einwohner und G\u00e4ste der Kurstadt angesichts des gerade in letzter Zeit zunehmenden Stra\u00dfenverkehrs, zumindest an den Tagen au\u00dferhalb des Wochenendes. Das Interesse mancher Kur- und Ferieng\u00e4ste, an allen Tagen der Woche ein Nachtlokal besuchen zu k\u00f6nnen, m\u00fcsse zugunsten des Ruhebed\u00fcrfnisses aller \u00fcbrigen Bewohner und G\u00e4ste zur\u00fccktreten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen diesen Bescheid legte G am 20.12.2002 Widerspruch ein. Au\u00dferdem be\u00adantragte er beim \u00f6rtlich zust\u00e4ndigen Verwaltungsgericht den B\u00fcrgermeister der Stadt S durch einstweilige Anordnung bis zur Unanfechtbarkeit der Verf\u00fcgung, l\u00e4ngstens jedoch bis zum 31.03.2003 zu verpflichten, die Sperrzeit entsprechend der bisherigen Regelung zu verk\u00fcrzen. Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrt G u.a. aus, dass er keinen Grund sehe, warum der B\u00fcrgermeister der Stadt S von der bisherigen Regelung abweiche, zumal Beschwerden der Bev\u00f6lkerung \u00fcber den Betrieb seiner Lokalit\u00e4t bisher nicht bekannt geworden seien. Im \u00fcbrigen habe er darauf vertraut, dass es bei der bisherigen Regelung verblei\u00adbe und zuletzt deshalb beachtlich investiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pr\u00fcfen Sie die Erfolgsaussichten des Antrages auf einstweilige Anordnung!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Fall\u00a0besch\u00e4ftigt sich mit der einstweiligen Anordnung nach \u00a7 123 VwGO sowie mit Fragen des Gastst\u00e4ttenrechts, insbesondere der Sperrzeit und der Selbstbindung der Verwaltung bei Kettenverwaltungsakten unter Widerrufsvorbehalt. Die L\u00f6sung zu diesem Fall wird am\u00a018.07.2016 zur Verf\u00fcgung gestellt! Den gr\u00f6\u00dften Lerneffekt erzielt Ihr, wenn Ihr erstmal versucht, den Fall durchzul\u00f6sen, um dann mit der L\u00f6sung den Lernerfolg zu \u00fcberpr\u00fcfen und L\u00fccken zu schlie\u00dfen.\u00a0 Fall 7 &#8211; Unterhaltung f\u00fcr die Kurg\u00e4ste&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1755,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,2326,2325,55,1777],"tags":[2720,549,2722,2721,2723,2724],"class_list":["post-7669","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-polizei-u-ordnungsrecht-aufgaben","category-polizei-und-ordnungsrecht","category-magazin","category-repetitorium","tag-einstweiligen-anordnung","tag-gaststattenrecht","tag-kettenverwaltungsakte","tag-sperrzeit","tag-widerrufsvorbehalt","tag--123-vwgo"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7669","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1755"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7669"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7669\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7728,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7669\/revisions\/7728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7669"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7669"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.juridicus.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7669"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}