Gedächtnisprotokoll einer echten Klausur zum 2. Staatsexamen – Mecklenburg-Vorpommern vom Februar 2023

Prüfungsfach:  Strafrecht

Gedächtnisprotokoll:

Der Beschuldigte geriet innerörtlich in eine allgemeine Verkehrskontrolle. Die Geschädigte – eine junge Polizistin – stieg aus dem Streifenwagen aus und ging auf den PkW des Beschuldigten zu. Kurz bevor sie diesen erreichte, gab der Beschuldigte Gas und vollzog einen U-Turn, um in die Richtung zu fliehen, aus der er gekommen war. Die Geschädigte rannte zurück zum Streifenwagen und manövrierte das Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn, um den Beschuldigten zu stoppen. Dabei vergaß sie in der Eile sich anzuschnallen. Der Beschuldigte fuhr ungebremst auf den Streifenwagen auf, um ihn von der Straße zu schieben und schon den Wagen 10-15m vor sich her, bevor er fliehen konnte. Die Geschädigte wurde schwer verletzt in das Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte diagnostizierten einen Halswirbelbruch und teilten der Familie der Geschädigten mit, sie werde – sofern sie denn aufwache – querschnittsgelähmt sein. Daraufhin entschied die Partnerin gemeinsam mit den Eltern der Geschädigten, die lebenserhaltenden Maßnahmen zu beenden.

Bei den obigen Klausurprotokoll handelt es sich um das Gedächtnisprotokoll einer echten Klausur vom Februar 2023 im zweiten Staatsexamen in Mecklenburg-Vorpommern. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs Juridicus.de.

Die Schilderung des Falles und die Lösung beruhen ausschließlich auf der Wahrnehmung des Prüflings.