Gedächtnisprotokoll einer echten Klausur zum 1. Staatsexamen – Hessen vom Februar 2020

Bei dem nachfolgenden Klausurprotokoll handelt es sich um das Gedächtnisprotokoll einer echten Klausur vom Februar 2020 im ersten Staatsexamen in Hessen. Das Protokoll stammt aus dem Fundus des Protokollverleihs Juridicus.de.

Die Schilderung des Falles und die Lösung beruhen ausschließlich auf der Wahrnehmung des Prüflings.

Prüfungsfach:  Zivilrecht

Gedächnisprotokoll:

K, Hobbyhundezüchter, der damit seinen Lebensunterhalt nicht verdiente, suchte sich bei V, einem professionellem Schäferhundezüchter, einen Rüden namens Rollo aus. Dieser sollte auch Rüde bleiben und K wollte ihn zur Zucht einsetzen. Er gefiel ihm auf Grund seiner aufgeweckten und wachsamen Art besonders gut. K und V schlossen noch am selben Tag einen Kaufvertrag über Rollo. Diesen sollte K übergeben bekommen, sobald er 8 Wochen alt wird und von der Mutter getrennt werden kann.
Am Tag der Übergabe übergab der V dem K irrtümlicherweise den viel ruhigeren und weniger wachsamen Bruder Ralli an V. Beide bemerkten den Irrtum nicht.
Gleichzeitig übergab V den Rollo die Familie, die sich Ralli auf Grund seiner ruhigen, menschen-bezogenen Art ausgesucht hatten. Diese gab den Rollo auf Grund seiner Art zurück.
Daraufhin fiel dem V der Irrtum auf. Er will das K den Ralli herausgibt. Dieser denkt jedoch nicht daran, da er und seiner neuer Hundefreund, trotz der anders als erwarteten Art, gute Freunde geworden sind.
Kann er Herausgabe von K verlangen?

Abwandlung:
K geht mit Ralli in einem Neubaugebiet spazieren. Dieser ist angeleint und läuft brav bei Fuß. Als sie am Grundstück des X vorbeigehen, kommt dessen Deutsche Dogge Meriadog durch das offen gelassene Tor des ansonsten ummauerten Grundstücks geeilt und beißt den friedlichen Ralli so sehr in den Hals, dass dieser genäht werden muss.
Welche Ansprüche hat K gegen X?

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